Fläche an Johann-Bunte-Straße Neues Bauland für das Papenburger Obenende

Von Mirco Moormann

Am Papenburger Obenende soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: Archiv/HellmersAm Papenburger Obenende soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: Archiv/Hellmers

Papenburg/Aschendorf. Im zum Papenburger Obenende gehörenden Ortsteil St. Marien soll ein neues Baugebiet entstehen. Nördlich der Johann-Bunte-Straße wird Platz geschaffen für 55 Bauplätze.

Vor wenigen Wochen noch forderten die Obenender auf einer Bürgerversammlung weiteren Wohnraum in ihrem Ortsteil. Die Flächen der drei Baugebiete am Spillmannsweg sind verkauft, neue werden benötigt. Dies bestätigt auch der Papenburger Demografiebericht, der im vergangenen Jahr erstellt wurde.

Nun kommt die Stadt Papenburg mit Plänen für ein neues, sechs Hektar großes Wohngebiet in St. Marien. Wie im Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend mitgeteilt wurde, stehe ein Areal mit Platz für etwa 55 Bauplätzen zur Verfügung.

Wie Stefanie Humpsch vom Bauamt der Stadt weiter mitteilte, soll es im Baugebiet Grundstücke mit Größen zwischen 500 und 1000 Quadratmetern geben. Der Großteil werde aber eher zwischen 500 und 700 Quadratmetern haben. Zugelassen sei eine einstöckige Bauweise, neben Einfamilienhäusern seien auch Doppelhäuser erlaubt. Pro Doppelhaus seien insgesamt vier Wohnungen zulässig. Weiter werde geplant, die Erschließung der Fläche über die Johann-Bunte-Straße zu führen. In das neue Baugebiet, durch das zwei Straßen führen sollen, würden zudem drei alte, erhaltenswerte Eichen miteingeplant, so Humpsch.

Markus Schepers (FDP) regte an, aufgrund der aktuellen Lage auch in diesem Baugebiet den sozialen Wohnbau voranzutreiben. „Bedarf gibt es da auch am Obenende“, so Schepers. Seiner Meinung nach sollten deshalb auch größere Gebäude mit mehr als vier Wohnungen zulässig sein. Hier bekam er Unterstützung von Gerd Schipmann (Unabhängiges Bürgerforum UBF), der forderte, den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu forcieren.

Wohnraumversorgungskonzept in Arbeit

Nördlich der Johann-Bunte-Straße soll ein neues Wohngebiet mit rund 55 Bauplätzen entstehen. Grafik: Stadt Papenburg

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) verwies auf das Wohnraumversorgungskonzept der Stadt, das derzeit in Arbeit sei. Heinz Walker, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, teilte mit, dass erst nachdem eine Bestandsanalyse abgeschlossen und eine Prognose für die Zukunft erstellt sei, das Konzept stehe.

Dann, so Bechtluft, wisse man, wo Knappheit an sozialem Wohnraum bestehe. Weiter könne er sich auch vorstellen, dass der soziale Wohnungsbau auch in kleinerem Maße wie einem Doppelhaus mit vier Wohnungen umgesetzt werden könne. Stadtbaurat Jürgen Rautenberg stützte diese These. Dennoch werde in diesem Bereich wohl die klassische Bebauung favorisiert, meinte Rautenberg. „Zu den Quadratmeterpreisen können wir naturgemäß derzeit noch nichts sagen. Diese Preise hängen von den Erschließungskosten ab. Wir bemühen uns aber, die Grundstücke möglichst günstig anzubieten“, teilte Rautenberg laut Mitteilung der Stadt weiter mit.

Auf die Frage nach dem Zeitplan, die Friedhelm Führs (CDU) stellte, sagte Holger Stell, Leiter des Tiefbauamtes, dass voraussichtlich in einem Jahr mit den Bauarbeiten an den Häusern begonnen werden könne.

Einstimmig wurde beschlossen, die Entwürfe der Flächennutzungs- und Bebauungspläne für einen Monat bei der Stadt öffentlich auszulegen.


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