Investition von 12 Millionen Euro Grundstein in Papenburger Seniorenresidenz liegt

Auf die Versenkung der Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung der Seniorenresidenz in Papenburg haben Gerrit Weusthof, Jan Peter Bechtluft, Frerich Schoon und Manfred Wendt angestoßen. Foto: Maike PlaggenborgAuf die Versenkung der Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung der Seniorenresidenz in Papenburg haben Gerrit Weusthof, Jan Peter Bechtluft, Frerich Schoon und Manfred Wendt angestoßen. Foto: Maike Plaggenborg

Papenburg. Die traditionelle Zeitkapsel - gefüllt mit Kleingeld und einer aktuellen Ausgabe der Ems-Zeitung – ist im bereits bestehenden Rohbau im Rahmen einer Grundsteinlegung für ein Seniorenwohn- und Pflegeheim einbetoniert worden.

73 Pflegeplätze, 41 Seniorenwohnungen und 20 Tagespflegeplätze entstehen auf dem Gelände in Hauptkanal-Nähe, sagte Frerich Schoon von der Peter Janssen Gruppe aus Wiesmoor, die das Projekt zusammen mit der Johann Bunte Gruppe Papenburg umsetzt. Die Wohnungen ermöglichten alten Menschen einen längstmöglichen selbstständigen Alltag. Später könne ein Wechsel zu der vollstationären Einrichtung erfolgen. Dabei ist die „Seniorenresidenz“, wie die Anlage heißt, „nicht als Konkurrenz zu örtlichen Pflegeeinrichtungen zu sehen, sondern eher als Kooperation“, sagte Schoon. Die Janssen-Gruppe sei somit eher auf der Suche nach Partnern und einem Netzwerk.

Standort auf historischem Gelände

„1872 hat die Bunte-Gruppe hier gestartet“, sagte Manfred Wendt, Geschäftsführender Gesellschafter Johann Bunte, in seiner Rede. Die Seniorenresidenz findet Platz auf historischem Gelände, auf dem das Bauunternehmen vor 144 Jahren seinen ersten Grundstein legte. Bis in die 1990er Jahre hatte die Firma dort ihren Fuhrpark untergebracht. Mit dem neuen Projekt werden an alter Stelle 26.000 Kubikmeter Raum umbaut. Die Gebäude seien teilunterkellert und in einem „ansprechenden architektonischen Rahmen“ gestaltet.

Vorab intensive Diskussion

Über das Projekt sei im Stadtrat wie auch in der Verwaltung intensiv diskutiert worden, sagte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft zurück. Schließlich aber habe die Mehrheit das Vorhaben positiv bewertet. „Die Entscheidung von vor zwei Jahren war richtig und wichtig“, so Bechtluft weiter, auch mit Blick auf die Verdichtung des Innenraums der Stadt. „Das hätten wir so nicht umsetzen können“ – schon wegen der Flächenverfügbarkeit, sagte der Bürgermeister weiter.

Kirchlicher Segen für die Residenz

12 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen des Projekts, das laut Bechtluft mit der Nähe zum Marien-Hospital, weiteren Ärzten, Apotheken und der Nahversorgung eine vorteilhafte Lage hat. Mehr als 80 Arbeitsplätze sollen an dem Standort entstehen. Die Eröffnung ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Für den kirchlichen Segen sorgte Pastor Gerrit Weusthof. „Gott kann nur sicht- und spürbar werden bei guten Beziehungen“, sagte er in seiner Ansprache. „So soll es sein.“


0 Kommentare