Ausschuss stimmt für Konzept „Steamfest“ im Jahr 2017 auf Gut Altenkamp in Aschendorf

Der „Dampfzirkus Papenburg“ hilft bei der Organisation des Steamfestes auf Gut Altenkamp. Archivfoto: Nina BrinkmannDer „Dampfzirkus Papenburg“ hilft bei der Organisation des Steamfestes auf Gut Altenkamp. Archivfoto: Nina Brinkmann

Papenburg. Für das erste „Steamfest“ auf Gut Altenkamp in Aschendorf hat sich der Papenburger Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl ausgesprochen. Die Veranstaltung soll vom 15. bis zum 17. September 2017 stattfinden.

Ziel sei es, Gut Altenkamp mit Veranstaltungen stärker zu beleben, sagte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU). „Mit diesem Konzept können wir das erreichen.“ Das Steamfest könne zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender werden.

Die Veranstaltung basiert auf der „Steampunk“-Kultur, ein Phänomen, das Mit-Organisator und Stadtsprecher Heiko Abbas zufolge als literarische Strömung aus den Jules-Verne-Romanen bezeichnete. In den Büchern gehen Menschen als Steampunker auf „Reisen“, sobald sie aufwendig dekorierte Kostüme anziehen.

„Wir werden drei Tage ein Programm für die ganze Familie bieten, bei dem man sich vorkommt, wie in einer anderen Welt“, sagte Marco Köttker von Papenburg Kultur. Er hob das große Engagement des „Dampfzirkus Papenburg“ hervor. „Wir haben mit den ehrenamtlichen Steampunkern bereits eine tolle Vorarbeit geleistet“, so Köttker. „Wir haben mit den Bands ,Off Limits‘, ,Harmony Glen‘ und ,The Violet Steam Experience‘ drei absolute Hochkaräter der Szene gewinnen können“, betonte der Veranstaltungskaufmann.

Stadt investiert maximal 30.000 Euro

Für die Veranstaltung investiert die Stadt maximal 30.000 Euro. Ein geplantes Defizit wird Heiko Abbas zufolge mit 15.000 Euro kalkuliert. „Diese Summe reduziert sich bei besseren Ticketverkäufen und mehr Sponsoren“, so Abbas. Tickets sind bereits im Vorverkauf bei Papenburg Kultur erhältlich.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Raske begrüßte die Idee, kritisierte jedoch Bechtluft, der „an Papenburg Kultur vorbei“ den Auftrag gegeben habe, eine neue Veranstaltung zu planen. „Das zeigt das Chaos, das in der Kulturabteilung herrscht“, so Raske.

Andreas Eissing (CDU) zeigte sich verwundert, dass Abbas als Pressesprecher der Stadt die Veranstaltung mitorganisiert. „Eigentlich hat so eine Planung ja nichts mit den Aufgaben als Pressesprecher zu tun“, so Eissing. Abbas sagte, alles sei aus einem Gespräch mit Bechtluft entstanden, er unterstütze Köttker lediglich im Marketing und bei der PR-Arbeit.


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