Drei mögliche Investoren Supermarkt für das Papenburger Kapitänsviertel im Gespräch

Von Dirk Hellmers


Papenburg. Der langjährige Wunsch der Anwohner des Kapitänsviertels in Papenburg nach einem Supermarkt könnte im Jahr 2017 in Erfüllung gehen. Nach Angaben von Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt ist die Stadt in Gesprächen mit drei Investoren.

Seit 2009 versucht die Kommune, einen Nahversorger in das Ende der 1990er Jahre gegründete Wohngebiet mit mittlerweile 2200 Bewohnern zu locken. Wendt hofft, dass es nun schnell geht. Lukas Kampeling, Vorsitzender des Förderkreises Kapitänsviertel, hofft auf eine Entscheidung im Frühjahr 2017. Auf der Generalversammlung des Vereins erläuterte er, dass es drei Investoren mit verschiedenen Konzepten zwischen 800 und 1500 Quadratmetern Größe der Läden gibt. Wendt bestätigt: „Der Kernunterschied liegt in der Regel im Umfang der Verkaufsfläche.“

Pläne dafür hat die Stadt schon seit Längerem in der Schublade. Vorgesehen ist der Markt auf dem freien Grundstück an der Kapitän-Venema-Straße. Dort kann das Geschäftsgebäude auch vom Mittelkanal aus gesehen werden. Erste Ideen dafür stellte Wendt‘s Vorgänger Heinz Walker vergangenes Jahr auf der Generalversammlung vor. Eine Schwierigkeit stellte damals wie heute in den Überlegungen die Verkehrsregelung dar, weil mit einem steigenden Verkehrsaufkommen gerechnet wird. Im Raum steht, einen zusätzlichen Übergang über die Kanäle zu schaffen.

Der Standort des Überganges und auch der Rest der zu bauenden Infrastruktur sollen mit dem Investor, der den Zuschlag erhält, entschieden werden, sagt Wendt. Offen ist auch, ob für das Vorhaben weitere Grundstücke von Dritten gekauft werden können. „Schöner wäre das“, hofft Wendt auf eine Einigung mit den Eigentümern. Der Großteil der Fläche gehöre aber der Stadt.

Kampeling hofft, dass in dem Konzept auch ein Treffpunkt wie eine Gaststätte oder Ähnliches Einzug hält. Zurzeit fehle es neben einem Lebensmittelnahversorger auch an überdachten Möglichkeiten. „Dafür haben wir zurzeit nur unsere Wohnzimmer.“ Der Spielplatz, der einem möglichen Bau weichen müsste, soll weiter in das Gebiet ziehen. Dann wäre er von allen Familien besser erreichbar und zugleich aus dem Verkehrsgebiet des Supermarktes raus, hofft Kampeling. Ihm zufolge hat der Investor mit der 800-Quadratmeterfläche in Aussicht gestellt, Ende des Jahres 2017 eröffnen zu können.

Zu Terminen möchte sich Wendt noch nicht äußern. Sie möchte erst die Konzepte gegeneinander abgewogen haben. Außerdem wären noch Änderungen im Bebauungsplan notwendig, die müssten durch den Rat der Stadt abgesegnet werden, und auch der Landkreis Emsland müsste die Ansiedlung noch genehmigen. Ob sie eine Eröffnung in zwölf Monaten für realistisch hält? „Wir würden uns freuen, wenn wir zügig zu einem abgestimmten Konzept kämen.“