Neues Logo vorgestellt Arbeitskreis gegen sexuelle Übergriffe plant Jubiläum

Von Jan-Hendrik Kuntze

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das 30-jährige Jubiläum des Arbeitskreises planen aktuell die Vorsitzenden (v.l.) Vanessa Weber, Micheal Ottens und Jürgen Eilers. Im Hintergrund ist das neugestaltete Logo des Arbeitskreises zu sehen. Foto: Jan-Hendrik KuntzeDas 30-jährige Jubiläum des Arbeitskreises planen aktuell die Vorsitzenden (v.l.) Vanessa Weber, Micheal Ottens und Jürgen Eilers. Im Hintergrund ist das neugestaltete Logo des Arbeitskreises zu sehen. Foto: Jan-Hendrik Kuntze

Papenburg. Der Arbeitskreis gegen sexuelle Übergriffe auf Kinder im nördlichen Emsland wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt.

Anlässlich des Jubiläums präsentierte der Vorstand erstmals das neue Logo. Im nächsten Jahr werden drei größere Veranstaltungen zum Thema sexueller Missbrauch veranstaltet. Gegründet wurde der Arbeitskreis im Jahr 1987. „Dabei ist dieses Netzwerk aus der Not geboren worden“, so Jürgen Eilers, einer der Vorsitzenden. Es habe einfach keine Institution gegeben, die sich um das Feld des sexuellen Kindesmissbrauchs gekümmert hat.

Dabei hat der Arbeitskreis, der sich allein aus Spenden finanziert und durch ehrenamtliche Arbeit getragen wird, sich zwei Aufgaben gesetzt. Zum einen möchte er Aufklärung und Prävention zu dem Thema betreiben. Andererseits steht auch im Fokus, die verschiedenen Akteure, die in dem Bereich tätig sind, zu vernetzen. „Wir haben rund 20 Mitglieder“, sagt Vorsitzender Michael Ottens. Von der Polizei über das Papenburger Jugendamt bis hin zu Kinderärzten, Psychologen und Juristen sei eine große Bandbreite abgedeckt. „Die Kooperation zwischen diesen Organisationen wird durch unseren Arbeitskreis gewährleistet“, so Ottens.

Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen stärken

Doch auch präventive Maßnahmen gehören ins Repertoire. Ziel ist es, zum einen das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Zum anderen sollen Eltern und Pädagogen für das Missbrauchsthema sensibilisiert werden. „Wir bieten jährlich Theaterstücke für Schulkinder verschiedener Altersklassen an, die das Thema aufgreifen“, berichtet Eilers. Doch auch Pädagogen und Eltern würden Informationen angeboten. „Wir wollen dabei helfen, Signale für sexuellen Missbrauch richtig zu deuten und Wege aufzeigen, wie man damit umgeht“, erklärt Ottens. Der Arbeitskreis biete für die Auseinandersetzung Arbeits- und Informationsmaterialien an. Er begleitet aber auch mit Ehrenamtlichen Infoveranstaltungen wie Elternabende. „Wir haben zum Beispiel einen Bücherkoffer mit Literatur und Spielen, den man sich ausleihen kann“, so Eilers.

Bedrohung durch das Internet

Das Feld des sexuellen Kindesmissbrauchs habe sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Laut Eilers haben neben sexuellen Übergriffen im häuslichen Umfeld insbesondere die digitalen Medien an Bedeutung zugenommen. Die zeige sich bei Jugendlichen, die im Rahmen des sogenannten „Sexting“ erotische Selbstaufnahmen über Chat-Programme versenden, und deren Chat-Partner diese Bilder ins Internet stellen oder zumindest damit drohen.

Im kommenden Jahr bietet der Arbeitskreis drei Veranstaltungen an. Neben einem Fachtag für Lehrer und Erzieher sowie einer Tagesfortbildung für jugendliche Gruppenleiter startet das Programm im Februar mit einem Auftritt von Moritz Becker. Der Entertainer erklärt dabei die Nutzung von Medien durch Jugendliche und versucht insbesondere Eltern Tipps für Zuhause mitzugeben. Karten sind bei Papenburg Kultur erhältlich.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN