Initiative von Ernst Naschke Fuchsienweg soll auf Papenburger Gärten aufmerksam machen

Der Startpunkt des Fuchsienweges liegt vor der Nikolaikirche am Hauptkanal. Hinter dem angelegten Beet haben sich (von links) Wolbert Schmitz, Anni Arns, Initiator Ernst Naschke und Gerd Mühring aufgestellt. Foto: Nina BrinkmannDer Startpunkt des Fuchsienweges liegt vor der Nikolaikirche am Hauptkanal. Hinter dem angelegten Beet haben sich (von links) Wolbert Schmitz, Anni Arns, Initiator Ernst Naschke und Gerd Mühring aufgestellt. Foto: Nina Brinkmann

Papenburg. Vor der Nikolaikirche am Hauptkanal in Papenburg ist der Fuchsienweg eröffnet worden. Initiator für die neue Fahrradroute, die an verschiedenen Gärten in der Fehnstadt vorbeiführt, ist Ernst Naschke. Nach ihm ist die dort gepflanzte Fuchsie auch benannt.

„Es sollte eine Route sein, die gut zu finden ist und durch die die öffentlichen Gärten in Papenburg weiter präsent bleiben“, sagte Naschke bei der Eröffnung. Außerdem wollte er etwas für die Stadt tun. Der Startplatz der 6,2 Kilometer langen Route vor der Nikolaikirche hat einen besonderen Grund: „Ich habe einen Bezug zur evangelischen Gemeinde“, erklärte Naschke. Außerdem sei das Beet direkt vor dem Gotteshaus optimal. Im Frühjahr hat Naschke angefangen, das Beet zu bepflanzen. „In Absprache mit der Stadt“, wie er betonte.

Fuchsie „Ernst Naschke“ angepflanzt

Vom Startpunkt aus führt der Weg vorbei am Hauptkanal über die Wiek zum Mittelkanal, mit dem ersten Stop bei Arns Gartenidylle. Weiter geht es zu Naschkes Garten, von dem es zur Historisch-Ökologischen-Bildungsstätte und anschließend zur Von-Velen-Anlage am Splitting geht. An allen Haltepunkten ist die Fuchsie „Ernst Naschke“ angepflanzt.

„Die Pflanze ist optisch sehr schön. Sie hat große Blätter und ist winterfest“, erklärte Gärtner Gerd Mühring. Zu seiner Staudengärtnerei in Völlenerfehn führt ein 2,3 Kilometer langer Abstecher der Route. Mühring vertreibt dort seit einigen Jahren die Ernst Naschke-Fuchsie. „Wir wollen sie auf dem Markt mehr publik machen“, sagte Mühring. Sie sei eine gute Alternative zu anderen Fuchsien-Arten. Die Pflanze wurde im Jahr 2008 nach dem Papenburger Naschke benannt, wodurch seine Gärtnerleistungen geehrt werden sollten.

Unterstützt wurde Naschke bei der Umsetzung des Fuchsienweges von der Stadt, der Papenburg Marketing GmbH (PMG) sowie der Von-Velen-Anlage. Bei der Gestaltung des Flyers half Ernst-Otto Sommerer. Der Fuchsienweg ist der bereits fünfte Teil der Papenburger Radrouten, die die PMG anbieten. „Die Stadt hat das Thema ‚Grün‘, weswegen die Route für unsere Zielgruppe auf jeden Fall interessant ist“, sagte Alexandra Weich von der PMG. Naschke hätte viel für die Stadt getan, weswegen es schön ist, ihn und sein Lebenswerk zu unterstützen.

Gärten sollten auch im Vordergrund stehen

In Papenburg sei Naschke zufolge viel für die Touristik gemacht worden, aber der Tourismus sei nicht nur die Werft. „Auch die Gärten sollten im Vordergrund stehen“, sagte Naschke. Sie seien das Resultat der schweren, körperlichen Arbeit, mit der das Moor vor vielen Jahren fruchtbar gemacht worden sei. Damit sein eigener Naturgarten am Mittelkanal links weiter instand gehalten wird, bekommt er seit einiger Zeit Unterstützung von Wolbert Schmitz. „Damit er so beibehalten wird, wie er jetzt ist“, erklärte Naschke.

Papenburgs Stadtgärtner Andreas Stern organisiert Naschke zufolge künftig die Pflege des Beetes vor der Nikolaikirche. „Aber ich habe auch schon ab und an etwas daran getan, wenn ich zufällig vorbeigekommen bin“, sagte der 87-Jährige. Ganz kann er es nicht lassen.


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