Adventszeit eingeläutet Weihnachtsbaum vor dem Papenburger Kino leuchtet wieder

Von Nina Brinkmann

Ein Knopfdruck von (von links) Astrid Muckli, Kerstin Millow, dem Nikolaus, Wolfgang Emke, Ruth Tuschinski, Pastor Gerrit Weusthof, Andrea Frerichs und Jan Peter Bechtluft brachte den Weihnachtsbaum zum leuchten. Foto: Nina BrinkmannEin Knopfdruck von (von links) Astrid Muckli, Kerstin Millow, dem Nikolaus, Wolfgang Emke, Ruth Tuschinski, Pastor Gerrit Weusthof, Andrea Frerichs und Jan Peter Bechtluft brachte den Weihnachtsbaum zum leuchten. Foto: Nina Brinkmann

Papenburg. Mit einem Knopfdruck ist am Montagabend der Weihnachtsbaum vor dem Papenburger Kino zum ersten Mal zum Strahlen gebracht worden. Dadurch wurde in der Kanalstadt traditionell die Weihnachtszeit eingeläutet. Für Ruth Tuschinski ist der Baum allerdings mehr, als nur ein Vorbote auf die vorweihnachtliche Zeit.

Gemeinsam mit Vertretern der Kaufmannschaft, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) und Pastor Gerrit Weusthof durfte Tuschinski den Knopf drücken, der die Beleuchtung am Weihnachtsbaum einschaltete. Die Papenburgerin ist nämlich mit der Tanne aufgewachsen. Ihr Bruder Holger hatte sie vor etwa 18 Jahren im Garten ihres Elternhauses im Burlageweg gepflanzt. „Der Baum war später richtig groß und schön gewachsen, aber meine Mutter Lisa regte oft an, ihn entfernen zu lassen“, erzählte Tuschinski. Doch die Familie ließ ihn stehen. Der Erinnerung wegen. Im vergangenen Jahr musste ihr Mutter das Haus alters- und gesundheitsbedingt verlassen und es wurde verkauft.

Kürzlich erfuhr Ruth Tuschinski, dass die etwa 14 Meter hohe Tanne für die neuen Besitzer zu groß geworden war und sie entfernt werden sollte. Aber die neue Besitzerin, Andrea Frerichs, hatte eine Idee: „Wir dachten uns, bevor sie zu Brennholz wird, könnte sie auch als Weihnachtsbaum dienen.“ Tuschinski freute diese Idee sehr: „Dass die Tanne meiner Mutter die Adventszeit in Papenburg einläuten sollte, erfüllte mich mit Stolz.“ Besonders, dass die Tanne gerade in diesem Jahr als Weihnachtsbaum genutzt wird. Ihre Mutter Lisa starb im vergangenen September. „Es rührt mich sehr, dass ‚ihre’ Tanne nun für alle Papenburger leuchtet“, sagte Tuschinski. Gerade, weil ihre Mutter ein sehr geselliger Mensch war und immer gerne Besuch hatte.

Bereits zum 26. Mal wurde in einer gemeinsamen Aktion aller Werbegruppen der Stadtteile mit dem Erleuchten des Weihnachtsbaumes beim Kino die vorweihnachtliche Zeit eingeläutet. „Es soll die Vorfreude auf das Fest steigern“, sagte Roland Averdung von der Papenburg Marketing GmbH. Bürgermeister Bechtluft regte ebenso wie Wolfgang Emke, Geschäftsleiter des Real-Marktes, an, die Weihnachtsgeschenke nicht im Internet, sondern vor Ort in den Geschäften zu kaufen.

Die Geschichte hinter dem Baum nahm auch Pastor Weusthof in seinen Grußworten auf: „Die Oma, die den Baum jahrelang gepflegt hat, schaut jetzt besonders zu, wie wir den Baum erleuchten.“

Für die kleinen Gäste war außerdem der Nikolaus zu Gast, der Stutenkerle verteilte. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Jürgen Brinker und Olaf Knierr aus Leer mit Weihnachtsmusik.

Tuschinski und ihre Familie wird es in der kommenden Zeit wahrscheinlich häufiger in die Stadtmitte ziehen: „Es ist eine schöne Erinnerung an meine Mutter. Es wäre absolut in ihrem Sinne gewesen, dass die Tanne eine solche Verwendung findet.“