Austausch mit Mariengymnasium Italienische Schüler in Papenburg zu Gast

Von Jan-Hendrik Kuntze


Papenburg. Knapp eine Woche besuchen 22 Schüler aus dem italienischen Mottola Papenburg und seine Umgebung. Zusammen mit Schülerinnen ihrer Partnerschule, dem Mariengymnasium, statteten sie auch dem Bürgermeister im Rathaus einen Besuch ab.

Aus der „Hacke“ des Italienischen Stiefels haben sie sich auf den Weg nach Deutschland gemacht. Denn die 22 Schüler gehen eigentlich auf das „Liceo Scientifico Albert Einstein“ in Mottola im italienischen Apulien. Für die Dauer einer Woche wohnen sie nun bei Familien der Zehntklässlerinnen des Mariengymnasiums.

Während ihres Besuches werden sie nicht nur Papenburg kennenlernen, sondern auch die Umgebung. So sind unter anderem Besuche in Leer, Bremerhaven und Oldenburg geplant, wie Bernd Seitz, Mitorganisator des Schüleraustausches und Lehrer am Mariengymnasium, im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. „Das ist bereits der zweite Besuch, den wir aus Mottola empfangen“, so Seitz. Bereits im Mai dieses Jahres war eine Gruppe von Schülern aus Italien zu Gast bei den Gymnasiasten.

Entstanden sei der Kontakt zwischen den Schulen durch einen Zufall, schildert Seitz. Als zwei ehemalige Schülerinnen des Mariengymnasiums während ihres Studiums an dem Albert-Einstein-Gymnasium in Italien arbeiteten, seien sie nach einer möglichen Austauschschule in Deutschland gefragt worden. Sie hätten dann ihre Heimatschule vorgeschlagen, so Seitz.

„Menschen aus Europa zueinander bringen“

Schon bevor die Südeuropäer in der Fehnstadt ankamen, hatten sie bereits mit den Gymnasiastinnen aus Papenburg Kontakt, berichten Celina Roskam, Alina Jungshöfel, Sophie Bohmann und Ellen Schulte im Gespräch mit unserer Redaktion. „Sobald wir wussten, wer unser Gastschüler ist, haben wir uns per WhatsApp in Verbindung gesetzt“, so Bohmann. „Sehr herzlich und sehr freundlich. Und überhaupt nicht schüchtern“, berichtet Roskam über den ersten persönlichen Eindruck nach der Anreise.

„Es ist wichtig, andere Orte auf der Welt kennenzulernen“, meint Pierangelo Quarato, einer der Gastschüler im Gespräch mit unserer Redaktion. Abgesehen vom Wetter ist ihm in seinen ersten Stunden in Deutschland bereits ein markanter Unterschied aufgefallen. „Die Häuser sind hier viel größer. In Italien ist es nicht üblich, dass eine Familie ein ganzes Haus für sich hat“, sagt der 16-Jährige.

Einer der ersten Termine war am Mittwoch die Begrüßung durch Bürgermeister Jan-Peter Bechtluft (CDU) im Sitzungssaal des Rathauses. In seiner auf Englisch gehaltenen Ansprache hieß er die Italiener willkommen und erklärte ihnen die Geschichte der Stadt. „So ein Schüleraustausch ist eine großartige Sache, um Menschen aus Europa zueinander zu bringen“, so Bechtluft. Gerade in der heutigen Zeit sei das wohl wichtiger denn je.