Neues Buch vorgestellt Ahnen- und Bücherbörse gastiert in Aschendorf

Von Jan-Hendrik Kuntze

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Aschendorf. Die Ahnen- und Bücherbörse der Emsländischen Landschaft gastierte am Freitag auf dem Gut Altenkamp in Aschendorf. Nicht nur langjährige Heimat- und Familienforscher tauschten sich hier aus. Anfänger konnten sich Tipps holen, wie sie die Erforschung der eigenen Familie am besten angehen können.

Auf der Börse wurde auch der dritte Band der Ortssippenbücher Emsland/Bentheim offiziell vorgestellt.

Bereits zum zweiten Mal fanden die Ahnen- und die Bücherbörse der Emsländischen Landschaft gemeinsam statt. „Die Orte wechseln, damit verschiedene und möglichst viele Vereine sich angesprochen fühlen“, sagte Maleen Knorr, Kulturmanagerin des Ausrichters Emsländische Landschaft. Denn nicht nur Familienforschungsstellen, sondern auch zahlreiche Heimatvereine aus dem gesamten Emsland und der Grafschaft Bentheim nahmen an der Veranstaltung teil und präsentierten ihre Arbeit.

Nachdem die Veranstaltung in dieser Form im vergangenen Jahr in Lingen ihre Premiere feierte, ist sie nun in Aschendorf zu Gast. „Wir sind bewusst nach Aschendorf gegangen, um die Familienforschung ins nördliche Emsland zu bringen“, sagte Ludwig Remmling, Vorsitzender des Arbeitskreises Familienforschung der Emsländischen Landschaft. Im nächsten Jahr wird die Börse in Nordhorn ausgerichtet.

Ortsfamilienbücher

Auf der Börse wurde auch der neue Band der Ortsfamilienbücher Emsland/Bentheim vorgestellt. Es ist bereits der dritte seiner Art. „Seit April 2012 haben wir an dem Werk gearbeitet“, berichtete Harm Schneider aus Wietmarschen. Er hat das Buch zusammen mit Hermann Peters auf den Weg gebracht. Aus mehreren Archiven haben die Autoren die Verwandtschaftsverhältnisse und Stammbäume der Familien der Gemeinde Wietmarschen von 1650-1910 zusammengetragen.

„Das Interesse an der Familienforschung wächst“, sagte Remmling. Jedoch fehle vielen Leuten nicht nur die Zeit dafür, sondern auch die Kenntnisse, wie man am besten vorgege. Doch wer möchte, konnte in Aschendorf Abhilfe schaffen. Bei der Börse konnte sich jeder Besiucher Tipps bei erfahrenen Ahnen- und Heimatforschern holen.

Bei den Großeltern anfangen

Remmling selbst gibt folgenden Hinweis: „Fangen Sie bei den Großeltern an.“ Die hätten oft noch alte Dokumente wie Stammbäume oder andere nützliche Unterlagen. Mit diesen Unterlagen sollte es möglich sein, seine Familiengeschichte bis ungefähr Anfang des 20. Jahrhunderts zurückzuverfolgen. Denn ab dem Zeitpunkt gelte die Sperrfrist für Daten des Standesamtes nicht mehr. „Von da an müssen Sie sich über Kirchenbücher und Eintragungen am Standesamt nach hinten arbeiten“, erklärt Remmling.

Doch nicht nur Anfänger, sondern auch langjährigen Heimat- und Familienforschern soll die Börse eine Plattform bieten. „Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch“, forderte Remmling bei der Eröffnung der Börse auf. Möglichkeiten dazu bestanden reichlich. Nicht nur die katholische Familienforschungsstelle Meppen, sondern auch Genealogen aus Lingen, Papenburg und Groningen boten an ihren Ständen Publikationen und Informationen an. Selbst aus Groningen und erstmals aus Leer nahmen Familienforschungsstelen an der Börse teil.


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