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19.10.2016, 21:07 Uhr KOMMENTAR

Es braucht noch mehr inklusive Betriebe im Emsland

Kommentar von Hermann Hinrichs

Weitere 16 Betriebsinhaber im nördlichen Emsland gelten nun auch offiziell als „Inklusive Betriebe“, die Menschen mit Behinderungen Türen zu Arbeit öffnen. Foto: Archiv/Tim GallandiWeitere 16 Betriebsinhaber im nördlichen Emsland gelten nun auch offiziell als „Inklusive Betriebe“, die Menschen mit Behinderungen Türen zu Arbeit öffnen. Foto: Archiv/Tim Gallandi

Papenburg. Weitere 16 Betriebsinhaber im nördlichen Emsland gelten nun auch offiziell als „Inklusive Betriebe“, die Menschen mit Behinderungen Türen zu Arbeit öffnen. Ein Kommentar.

Stellen Sie sich vor: Sie sind Vater oder Mutter eines Kindes mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Was würden Sie sich für ihr Kind am meisten wünschen? Die allermeisten würde ihm sicherlich ein erfülltes, zufriedenes Leben wünschen, ein Leben, dass mehr bietet, als gut unterbracht und betreut zu sein: Arbeit, Einkommen – Selbstbestimmtheit. Und wenn sie der Auffassung wären, dass das ein realistisches Ziel ist, würden sie sicherlich alles dafür tun, es zu erreichen.

Doch gerade in puncto Beschäftigung wären die eigenen Mittel schnell erschöpft. Dass es im Landkreis Emsland nunmehr rund 150 Firmen gibt, die als „inklusive Betriebe“ Praktikumsplätze anbieten und damit im Erfolgsfall den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ebnen, ist ein gutes Zeichen. Angesichts der Vielzahl der Unternehmen im Emsland, könnte diese Zahl aber noch höher liegen. Dafür wäre der Bedarf an Außenarbeitsplätzen beispielsweise für die Caritaswerkstätten nördliches Emsland durchaus vorhanden.

Deshalb braucht es noch mehr Arbeitgeber, die dazu bereit sind, die Produktivität in ihrem Betrieb nicht als alleinigen Maßstab anzulegen, sondern wenigstens einen kleinen Teil davon durch eigene soziale Verantwortung aufzuwiegen.


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