Ehrenamtliche stellen sich vor Vereine in Papenburg werben um Verstärkung


Papenburg. Die Volkshochschule (VHS) Papenburg hat Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen wollen, über die Aktivitäten in der Stadt informiert. Mehr als 20 Vereine und Institutionen stellten dazu während eines Informationsabends ihre ehrenamtliche Arbeit vor.

„Das ist natürlich nur ein Bruchteil der Institutionen, die sich ehrenamtlich engagieren“, sagte Eva-Maria Samsen von der VHS. „Es wäre schön, wenn sich im Anschluss bereits die ersten Kontakte knüpfen würden“, so Samsen weiter. Bei der Fülle an Informationen war es den Interessierten am Ende der Veranstaltung aber kaum möglich, sich direkt für ein Ehrenamt zu entscheiden. Flyer mit den Kontaktdaten und Treffpunkten lagen aus und boten den Zuhörern die Möglichkeit, sich in Ruhe zu entscheiden, für wen sie sich einsetzen wollen.

„Das Ehrenamt ist eine Verpflichtung“

Brigitte Rüschen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen und Kreisverband Emsland fragte sich, was das Ehrenamt eigentlich braucht? Zum einen sind es nach ihren Angaben die guten Rahmenbedingungen. „Das Ehrenamt ist eine Verpflichtung“, so Rüschen. „Aber man muss wählen können, wann man eingesetzt werden will und was am besten zu einem passt.“

Mit Blick auf den Nutzen für den Ehrenamtlichen selber, erklärte Rüschen, dass die freiwilligen Menschen in erster Linie etwas für sich selber tun, wenn sie ehrenamtlich tätig sind. Und erst danach etwas für andere. Darüber hinaus schütze das Ehrenamt bei älteren Menschen, die alleine zu Hause sind, auch vor Einsamkeit. „Vergessen werden darf am Ende auch nicht die Anerkennung“, sagt Rüschen. Für die geleistete Arbeit können Zeugnisse ausgestellt werden, die etwa Schülern auch bei ihren Bewerbungen helfen.

Zuschüsse etwa für Fortbildungen

Für den Erfolg des Ehrenamtes bietet der Landkreis Emsland nach Angaben von Brigitte Rüschen an, Zuschüsse etwa für Fortbildungen zu zahlen. Ebenso wichtig sei aber die gute Vernetzung der Institutionen untereinander. Insgesamt ist das Ehrenamt laut Rüschen ein wichtiger Baustein für jede Kommune und sorgt für die Sicherung der Lebensqualität in der gesamten Region.

Mehr als 20 Vereine und Institutionen stellten sich vor

Ihre Arbeit vorgestellt haben auf der VHS-Veranstaltung folgende Vereine und Organisationen: AFS Interkulturelle Begegnung; die Amnesty-International-Gruppe Papenburg; Gisela Mügge aus Aschendorf, die sich um Flüchtlingsfamilien kümmert; die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger/Seenotretter Papenburg bzw. Unterems; der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Papenburg-Aschendorf; der DRK-Kreisverband Emsland mit seiner Migrationsberatung für interkulturelle Arbeit, Sprachkurse und Lesekreis; die evangelische öffentliche Nikolaibücherei mit Stadtgeschichte; die Freiwillige Feuerwehr Obenende; die Integrationslotsen im nördlichen Emsland; die Kolpingwerkstatt Papenburg; der Kreislandfrauenverband Aschendorf-Hümmling; Wellcome Emsland; der Malteser Hilfsdienst Papenburg; der NABU Emsland Nord; die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems, Regionalverband Unterems; der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer, „Mobiler Einkaufswagen“ für Papenburg; die Stadtbibliothek Papenburg; das St. Lukasheim und die Caritas-Werkstätten nördliches Emsland.


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