Licht, Bremsen, Auspuff Wintercheck in Papenburg deckt Mängel an Autos auf

Von Dirk Hellmers

Plakette für sichere Fahrzeuge: Johannes Klasen und seine Kollegen haben beim Wintercheck des TÜV Nord und der Verkehrswacht in Papenburg Autos untersucht. Foto: Dirk HellmersPlakette für sichere Fahrzeuge: Johannes Klasen und seine Kollegen haben beim Wintercheck des TÜV Nord und der Verkehrswacht in Papenburg Autos untersucht. Foto: Dirk Hellmers

Papenburg. Damit hat nicht jeder beim Wintercheck des TÜV Nord und der Verkehrswacht in Papenburg gerechnet. „Da waren schon einige überrascht“, sagt Johannes Klasen von der Verkehrswacht. Zehn Prozent der vorgestellten Wagen hätten die Hauptuntersuchung des TÜV nicht bestanden.

„Die haben wir zur Werkstatt geschickt“, sagt Klasen. Der Service, den die beiden Institutionen seit mehr als 20 Jahren zu Beginn der dunklen Jahreszeit anbieten, soll die Pkws fit für den Winter machen. 61 Teilnehmer haben Beleuchtungsanlage, Scheibenwischer, Bremsen und Profiltiefe von den Fachleuten in Augenschein nehmen lassen. „Überwiegend Frauen und Ältere nutzten das“, sagt Klasen. Wenn alles in Ordnung ist, gibt es eine Plakette an das Auto.

Oft Probleme mit den Scheibenwischern

Die gab es nicht immer und bei einigen Autos wäre es auch mit der klassischen TÜV-Plakette im Falle einer Hauptuntersuchung schwer geworden. Gefühlt jedes zweite Auto hatte Probleme mit dem Scheibenwischer, erklärte Klasen. Der Papenburger TÜV-Leiter Holger Schouwer erklärt: „Wenn schlieren am Fenster bleiben, kann das blenden.“ Das kann wiederum bei Fahrten im Dunkeln gefährlich werden. Weitere Mängel waren auch defekte Auspuffe, Probleme bei der Lichtanlage und abgenutzte Reifenprofile.

Nach Angaben von TÜV-Leiter Schouwer, „ist das Licht mittlerweile auch bei der Hauptuntersuchung als gravierender Mangel eingestuft“. Ein weiteres Problem, welches die Experten ausgemacht haben, sind abgenutzte Reifenprofile. Johannes Klasen rät, mit einem Eurostück selbst nachzuschauen. Die Münze wird dabei in das Profil gesteckt. „Wenn man den Rand gut lesen kann, ist das Profil abgenutzt.“ Besser sei die Kontrolle in der Werkstatt.

Siedepunkt der Bremsflüssigkeit wird überprüft

Überprüft wurde auch der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit. Dies muss ohnehin in der Werkstatt gemessen werden. „Da wird festgestellt, wie viel Wasser in der Flüssigkeit ist“, sagt Schouwer. Beim Bremsen werde die Flüssigkeit erhitzt. Sei zu viel Wasser in dem Gemisch, werde der Widerstand des Bremspedals geringer. „Das fühlt sich dann schwammig an“, so Schouwer und verzögere den Bremsvorgang.


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