Neuauflage 2017? Florian Wintels überzeugt beim ersten Papenburger Poetry Slam


dhe Papenburg. Vor knapp 240 Zuhörern ist der erste Papenburger Poetry Slam um den „Goldenen Anker“ über die Bühne gegangen. Fünf Kandidaten buhlten bei dem Dichterwettstreit im Theater auf der Werft mit selbst geschriebenen Texten um die Gunst des Publikums.

„Es scheint, als hätte Papenburg nur auf einen Poetry Slam gewartet“, meinte Moderator Marian Heuser. Mehr als 600 Menschen hätten im sozialen Netzwerk Facebook im Internet ihr Interesse bekundet, knapp 240 hätten die Karten gekauft und am Ende den fünf Dichtern stehend applaudiert. „Fantastisch“, sagte Heuser.

Zu Beginn hatte er die Regeln für die moderne Version des Dichterwettstreits erklärt. „Alle Texte müssen selbst geschrieben sein, keiner darf sich verkleiden und jeder hat sechs Minuten Zeit.“ Wer am besten war, wurde nach zwei Runden mit Applaus und sieben Wertungskarten (von 1 bis 10) vom Publikum bestimmt.

Am Ende setzte sich Florian Wintels aus Bad Bentheim durch. Der niedersächsisch-bremische Meister im Poetry Slam startete mit seinem „besten Text der Welt“ in den Wettbewerb. Ernst wurde es trotz der Textkunst der Akteure selten und zumeist gelacht. Ärgster Konkurrent war Sebastian Hahn aus Bremen, der am Tag zuvor bereits in Leer gewonnen hatte. Dort waren ebenfalls fünf Akteure unter Heusers Regie angetreten, allerdings in anderer Besetzung und ohne Wintels. Hahn hatte in Leer fast ein Heimspiel. „Meine Großmutter kommt aus Jemgum, das liegt bei Bingum“, erklärte er. Für Gewinner Winters konnte es am Ende nur einen Sieger geben: „die Poesie“. Oder eben er selbst, wie er später korrigierte.

In 2017 könnten die Poetry Slammer zurückkehren. „Das schreit nach einer Fortsetzung“, sagte Heuser bei der Abmoderation. „Und da wir uns erst nächstes Jahr wiedersehen, wünsche ich schon jetzt: Frohe Weihnachten.“ Offiziell ist die zweite Auflage um den Goldenen Anker allerdings noch nicht ausgemacht.


0 Kommentare