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Haus unbewohnbar Dachstuhl brennt in Papenburg nach Blitzeinschlag aus

Von Matthias Brüning und Gerd Schade


matt/gs Papenburg. Nach einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus in Papenburg hat die Polizei den Sachschaden auf rund 350.000 Euro beziffert. Das Gebäude ist nach dem Brand unbewohnbar.

Bei dem Löscheinsatz in der Nacht zum Sonntag wurden nach Angaben von Stadtbrandmeister Josef Pieper zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Die drei Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags in dem Haus an der Döringstraße aufhielten, konnten das Gebäude nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Papenburg rechtzeitig und unversehrt verlassen. Sie seien gegen 3.15 Uhr durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden. Wie es weiter hieß, hatten sie im Bereich des Dachstuhles knisternde Geräusche wahrgenommen und schauten dort nach. Wie sie den Angaben der Polizei zufolge feststellten, hatte sich ein kleineres Feuer entwickelt, das die Bewohner mithilfe eines hauseigenenen Feuerlöschers eindämmten.

Doch als die ersten Kräfte der Feuerwehr aus Papenburg-Obenende eintrafen, war der Brand bereits wieder aufgeflammt und die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach. Sofort wurde noch die Feuerwehr aus dem Stadtteil Untenende mit der Drehleiter alarmiert, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Die Feuerwehr war nach Angaben von Stadtbrandmeister Pieper mit insgesamt rund 40 Mann im Einsatz.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte war noch ein Rettungswagen vor Ort, dieser wurde im Laufe der Nacht von der Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser Papenburg abgelöst.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Die letzten Einsatzkräfte konnten um 9.15 Uhr die Einsatzstelle verlassen.

Zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags tobte ein schweres Gewitter über Papenburg. Das Haus ist nach ersten Erkenntnissen unbewohnbar. Pieper spricht gar von „Totalschaden“.

Wie der Stadtbrandmeister im Gespräch mit unserer Redaktion weiter berichtete, hatte der Hauseigentümer zunächst vergeblich versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen. „Als ich vor Ort eintraf, schlugen die Flammen aus dem Dach“, sagte Pieper. „Wir haben versucht zu retten, was zu retten ist.“ Zunächst rückten zwei Trupps unter schwerem Atemschutz von innen gegen das Feuer vor. Als sie aber bemerkten, dass die Decke einzustürzen drohte, machten sie umgehend kehrt. „Sie waren kaum draußen, da kam die Decke auch schon runter“, berichtete Pieper. Im Folgenden wurde das Feuer von außen mithilfe der Drehleiter bekämpft.

Die beiden leicht verletzten Feuerwehrleute sind nach den Worten des Stadtbrandmeisters inzwischen wieder wohlauf. Der eine habe einen Schwächeanfall erlitten („er hatte zu wenig getrunken“), der andere einen leichten elektrischen Schlag durch die Fotovoltaikanlage auf dem Dach abbekommen.


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