„Generationen-Werkstatt“ angeboten Papenburger Unternehmen fördert Nachwuchs

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Papenburg. Das Papenburger Heizungs- und Sanitärunternehmen Kuhr setzt auf Nachhaltigkeit bei der Nachwuchsförderung. Nun hat es zum zweiten Mal eine „Generationen-Werkstatt“ abgeschlossen.

Die Schüler Steffen Hilpert, Kacper Parszewski und Ron Berisha von der Heinrich-von-Kleist-Schule Papenburg waren einer Mitteilung zufolge regelmäßig an einem Nachmittag in der Woche in der Werkstatt des Unternehmens anzutreffen. Im Rahmen des Projekts „Generationen-Werkstatt“ bauten sie angeleitet von Ruheständler Heinz Schulte Fahrradanhänger für ihre Fahrräder und Roller. Bei der Abschlussveranstaltung erfuhren sie unmittelbar, dass sich ihr freiwilliger Einsatz in Zukunft lohnen könnte: Zwei ihrer Mitschüler, die im vergangenen Jahr an der „Generationen-Werkstatt“ bei Kuhr teilgenommen hatten, starten dort jetzt in ihre Ausbildung als „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.“

Lange Kennenlernphase

Die beiden Schüler Mick Südkamp und Eric Hanneken hatten im Herbst 2015 in der „Generationen-Werkstatt“ von Kuhr Praxisluft geschnuppert. Die Arbeit in der Werkstatt und die Stimmung im Team haben den beiden damals so gut gefallen, dass sie noch ein Praktikum anschlossen und sich schließlich um eine Ausbildung bei Kuhr beworben haben. „Und das obwohl sie schon andere Angebote für eine Ausbildung hatten“, freute sich Ausbildungsleiter Jan Sluiter, der den beiden am Rande der Abschlussveranstaltung der aktuellen „Generationen-Werkstatt“ ihre Ausbildungsverträge überreichte. Nach der relativ langen Kennenlernphase wissen beide Seiten genau, was auf sie zukommt, und die Werkstatt kennen die Jungen auch schon, kommentierte Schulleiterin Marita Niehoff: „Das ist ein großer Vorteil.“

In der gerade beendeten „Generationen-Werkstatt“ bauten die drei Schüler je einen Fahrradanhänger, den sie am Ende mit nach Hause nehmen durften. „Das sind sehr gute Jungs“, betonte Ruheständler Schulte bei der Projektvorstellung vor Eltern und Lehrern. Geschäftsführer Michael Kuhr ergänzte, wenn sie Lust hätten weiterzumachen, stehe die Tür ihnen immer offen.

Renate Beineke von der Ursachenstiftung Osnabrück hob hervor, wie wichtig es ist, dass bei dem Projekt „Generationen-Werkstatt“ alle an einem Strang ziehen: „Das Unternehmen, die Schule, die Schüler selbst und die Stiftung haben hier optimal zusammengearbeitet.“ Im Herbst starte bei Kuhr eine weitere „Generationen-Werkstatt“. Generell sei das nördliche Emsland sehr stark vertreten. Im zweiten Halbjahr 2016 gehen im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling noch sechs weitere Projekte an den Start.

Große Wertschätzung für „Generationen-Werkstatt“

Beineke berichtete abschließend über die Aufnahme des Projektes „Generationen-Werkstatt“ als Best-Practice-Beispiel in die Datenbank „Gute Praxis für Niedersachsen“ des Zukunftsforums Niedersachsen. In diesem Forum, das die niedersächsische Staatskanzlei unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil führt, werden landesweit herausragende Beispiele gesammelt, die sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels befassen. Sie soll allen Verantwortlichen als Anregung für eigene Vorhaben dienen. Die Aufnahme in die Datenbank sei eine Bestätigung und Wertschätzung für alle Beteiligten in den „Generationen-Werkstätten“.


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