Johannson kandidiert für UBF Ex-Gartenschau-Manager will in Papenburger Stadtrat

Von Gerd Schade

Für das Unabhängige Bürgerforum kandidiert der frühere Geschäftsführer der Landesgartenschau 2014 in Papenburg, Lars Johannson. Foto: Gerd SchadeFür das Unabhängige Bürgerforum kandidiert der frühere Geschäftsführer der Landesgartenschau 2014 in Papenburg, Lars Johannson. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Paukenschlag in der Papenburger Kommunalpolitik: Der ehemalige Geschäftsführer der Landesgartenschau (LGS) 2014 in Papenburg, Lars Johannson, kandidiert für den Stadtrat.

Der 41-Jährige geht bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 auf Listenplatz drei für das Unabhängige Bürgerforum (UBF) ins Rennen. Die Geschehnisse rund um die Aufarbeitung des Finanzdesasters der LGS spielen bei seiner Bewerbung aber keine Rolle, versicherte Johannson am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Papenburg bescheinigt er „ein unglaubliches Potenzial und riesige Chancen, aber leider auch eine mangelhafte Verwaltungsführung. Das habe ich hautnah miterlebt.“ Nach Auffassung der Stadtverwaltung ist Johannson für das Finanzdebakel der LGS maßgeblich verantwortlich. Johannson weist das zurück. Die Schau mit mehr als 500.000 Besuchern war am Ende 3,4 Millionen Euro teurer geworden als geplant. Darüber kam es zum Bruch zwischen Johannson, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft und dem Ersten Stadtrat Martin Lutz (beide CDU).

„Für Papenburg ist es an der Zeit, dass sich einige Dinge ändern“, erklärt Johannson. Er wolle deshalb nun selbst seinen Teil dazu beitragen, die Stadt voranzubringen. „Das heißt: neue Ideen, ein neues Gesicht und neue und vor allem wieder konstruktive und zielführende Strukturen in der Verwaltung.“ Nur wer sich engagiere, könne sich auch konstruktiv einbringen und etwas verändern, untermauert der 41-Jährige seine Kandidatur.

Seine Entscheidung für das UBF um den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Volker Eissing begründet Johannson damit, dass es nach seiner Auffassung auf kommunalpolitischer Ebene sehr von Vorteil ist, sich nicht zwingend einer Parteiideologie „unterwerfen“ zu müssen. „Menschen sind hier wesentlich wichtiger als Parteibücher.“ Das UBF habe in der Vergangenheit immer wieder Rückgrat bewiesen, auch wenn die Themen nicht angenehm waren, wie beispielsweise zuletzt bei der „klaren Benennung“ der Führungskrise im Rathaus . Das UBF hatte in der Debatte um das schwierige Arbeitsverhältnis zwischen Bechtluft und Lutz die Abwahl von Lutz gefordert.