Noch bis Montag in der Stadt Zirkus Charles Knie begeistert in Papenburg

Von Dirk Hellmers

Seine Sprungkraft demonstrierte dieses Riesenkänguru in der Manege. Foto: Dirk HellmersSeine Sprungkraft demonstrierte dieses Riesenkänguru in der Manege. Foto: Dirk Hellmers

dhe Papenburg. Artistik, bunte Kostüme und viel Artistik: Der Auftakt für das fünfteilige Gastspiel in Papenburg ist geglückt. 700 Besucher haben die erste Vorstellung des Zirkus Charles Knie nach acht Jahren Abstinenz auf dem Untenender Marktplatz gesehen.

„Wir sind zufrieden“, meinte Sprecher Patrick Adolph zur Besucherresonanz – zumal die Abendvorstellung am Samstag schon viele Vorbestellungen hatte. Ob sich das Gastspiel in der Fehlstart gelohnt habe, könne er aber erst am Montag sagen. Zumindest aus Sicht der Premierengäste hat sich der Eintritt gelohnt, wie sie mit minutenlangem Applaus zeigten.

Unter dem Titel „Euphorie“ preist sich der Zirkus als als klassischer Zirkus im modernen Gewand an. Abgesehen von der 20-minütigen Pause in der Mitte des Programms gibt es keine Unterbrechungen. Während der Auf- und Abbau in der Manege lief, sorgten im Wechsel die Sängerin Pretty Sangase, der Clown Cesar Diaz sowie das Ballett-Quartett für Abwechslung.

Nicht mehr dabei sind die großen Wildtiere wie Elefanten, Löwen und Tiger. Bei letzteren dauere der Auf- und Abbau des Käfigs zu lange, erklärt Direktor Sascha Melnjak. Ohnehin sei der größte Teil des Programms über den Winter neu gestaltet worden. Für Melnjak war das nach eigenem Bekunden der größte Umbruch in seiner fast zehnjährigen Zeit als Zirkuschef. Erhalten geblieben ist das Duo Medini. Die beiden Geschwister zeigen rasante Rollschuhfahrten auf einem Quadratmeter.

Dem Unternehmen treu geblieben sind auch Chef-Tierpfleger Marek Jama und die rund 90 zirkuseigenen Tiere. Im Wechsel brachte Jama Kängurus, Kamele, Pferde und andere Tiere zum Tanzen. Die Musik dazu kommt nicht vom Band, sondern wird vom zirkuseigenen Orchester live gespielt.

Als einzige weitere Tiernummer sind Laura und William Pedersen mit ihren verspielten Seelöwen dabei. Proteste von der Tierschutzorganisation Peta wie zuletzt in Nordhorn blieben zumindest bei der Premierenvorstellung aus.

In der Sparte Artistik reicht die Bandbreite vom Schlangenmenschen bis zum dreifachen Salto Mortale am Flugtrapez. Schlangenmensch Cesar Pinto verpackt sich selbst in einer Kiste und befreit sich wieder. Besonders viel Applaus erntete die Truppe Messoudi, die mit Handständen diverse Figuren zeigten.

Weitere Vorführungen in Papenburg sind am Sonntag (11 und 16 Uhr) sowie am Montag mit einer vergünstigten Familienvorführung um 16 Uhr. Während der letzten Show beginnt bereits der Umzug nach Wilhelmshaven.