Manöver in Papenburg Teil der „Norwegian Joy“ verlässt Meyer-Werft-Dock

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Papenburg. Knapp einen Monat nach der symbolischen Kiellegung hat am Samstagvormittag ein 120 Meter langes und 41,4 Meter breites Schwimmteil für das Kreuzfahrtschiff „Norwegian Joy“ die Baudockhalle der Papenburger Meyer Werft verlassen.

In den nächsten Tagen wird das Bauteil für das Kreuzfahrtschiff für die US-Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) an der Pier weiter ausgerüstet. Parallel dazu startet die Fertigung des zweiten gleichgroßen Schwimmteils für den Ozeanriesen in der Baudockhalle. Zusammen bilden die Elemente das am Ende 326 Meter lange „Norwegian Joy“, die im Frühjahr 2017 an die Reederei abgeliefert werden soll. Mitte August werden die beiden Schwimmteile nach dem Ausdocken des Kreuzfahrtschiffes „Genting Dream“ zusammengefügt und mit Bug und Heck der „Norwegian Joy“ in Blockbauweise ergänzt.

Seit dem Jahr 2014 setzen die Papenburger Schiffbau auf die „Schwimmteil-Strategie“. In der 504 Meter langen Baudockhalle wird jeder Meter Platz benötigt. Mit dem Fertigen von Schwimmteilen kann unter anderem die relativ kurze Bauzeit realisiert werden.

Platz für 4200 Passagiere

Die „Norwegian Joy“ ist das zweite Schiff der sogenannten „Breakaway-Plus“-Klasse und ein baugleiches Schwesterschiff der im Herbst vergangenen Jahres abgelieferten „Norwegian Escape“. An Bord des neuen Luxusliners haben später 4200 Passagiere Platz. Das Schiff ist Auftakt für ein groß angelegtes Engagement der Reederei auf dem chinesischen Kreuzfahrtmarkt. „Bis 2020 sollen es rund 4,5 Millionen Chinesen sein, die ihren Urlaub auf dem Wasser verbringen. Das ist ein riesiges Potenzial. Darum haben wir dieses Schiff komplett auf den chinesischen Markt ausgelegt“, hatte NCL-Präsident Andy Stuart bei der Kiellegung im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt.

In den Jahren 2018 und 2019 folgen zwei weitere Schiffe der „Breakaway-Plus“-Klasse. Insgesamt sind elf der derzeit 14 Kreuzfahrtschiffe in der Flotte der Norwegian Cruise Line auf der Papenburger Meyer Werft gebaut worden.


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