Schönste Tische prämiert 300 Gäste bei zweitem Papenburger „Picknick in Weiß“

Von Dirk Hellmers

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


dhe Papenburg. Exakt wieder 22 Tische, aber wesentlich mehr Menschen als bei der Premiere im vergangenen Jahr hat die zweite Auflage des „Picknick in Weiß“ an den Papenburger Hauptkanal gelockt.

Die Veranstalter vom Förderverein des Bunten Kreises und der Papenburg Marketing GmbH (PMG) sind mit der Resonanz zufrieden und sprechen bereits von einer dritten Auflage. Sie schätzen, dass rund 300 Menschen teilgenommen haben.

Die Besonderheit: Sämtliche Tische waren in Weiß dekoriert, die Gäste trugen ebenfalls fast ausschließlich Weiß und jeder hat sich sein Essen selbst mitgebracht.

„Picknick in Weiß und Bunter Kreis, wie passt das zusammen?“, fragte Heide Heyen-Strehlau, Vorsitzende des Fördervereins bei ihrer Begrüßungsrede und gab die Antwort gleich selbst: Weiß werde gebraucht, um Farben aufzuhellen und der Bunte Kreis helle das Leben von Kindern nach einem Krankenhausbesuch auf. Der Verein war vor zwei Jahren gegründet worden. Er unterstützt chronisch kranke Kinder und deren Eltern in der Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt und will mit Veranstaltungen wie dieser auf sich aufmerksam machen. Ziel des Kooperationspartners PMG ist derweil ein weiterer abwechslungsreicher Termin im Papenburger Veranstaltungskalender.

Für ihre schmuckvollen Tischdekorationen, auf denen zumeist selbst mitgebrachtes Fingerfood angeboten wurde, gab es auch Belohnungen. Eine Jury bewertete jeden Tisch und hatte mithilfe von Sponsoren 15 Preise vorbereitet. Schönster Tisch nach Meinung der Kritiker war der von Monika und Holger Duis aus Papenburg. Passend zu den Fischgerichten hatten sie ihrem Tisch mit einem Schiffsmodell und weiteren Gegenständen ein maritimes Flair verliehen. „Das war mit Abstand der Beste“, meinte PMG-Geschäftsführer Jan Westphal. Dafür gab es einen großen Picknickkorb. Auf dem zweiten Rang landeten die Damen der „Hut-Volée-Gesellschaft“. Dritte wurde die Kunstschule Zinnober.

„Das war eine gute Stimmung“, fand Westphal, da viele Menschen auch lange nach dem Essen sitzengeblieben waren. Auch wenn alles weiß war, kommt Heyen-Strehlau zu dem Fazit: „Es war bunter, als im vergangenen Jahr“, da diesmal Menschen zu dem Fest gekommen waren. Bei der Premiere 2015 hatten etwa 100 Menschen eine lange Tafel gebildet.

Westphal hofft, dass die Veranstaltung in den kommenden Jahren weiter wächst. „Und irgendwann der ganze Hauptkanal weiß leuchtet.“

Seinen Ursprung hat das Picknick, genauer gesagt das „Dîner en blanc“, in Frankreich. 1988 befand sich ein Mann namens François Pasquier in der misslichen Situation, dass seine für ein Sommerfest eingeladenen 200 Freunde nicht mehr in seinen Garten passten. So wich er kurzerhand in einen öffentlichen Park, den Bois de Boulogne, aus. Im vierten Jahr dieses Festes, bei dem alle Gäste ausschließlich in Weiß gekleidet sind, beschloss er, das Massenpicknick – ohne Genehmigung – mitten in Paris abzuhalten und fand damit so großen Anklang bei seinen Gästen, dass dieses Fest seitdem jeden Juni stattfindet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN