Offene Tür am 5. Juni Lukas-Heim in Papenburg stellt Reittherapie vor

Das Team des Therapeutischen Reitens vom St. Lukas Heim freut sich auf die Gäste beim Tag der offenen Tür am 5. Juni von 14 bis 18 Uhr. Foto: St. Lukas Heim/Jürgen EdenDas Team des Therapeutischen Reitens vom St. Lukas Heim freut sich auf die Gäste beim Tag der offenen Tür am 5. Juni von 14 bis 18 Uhr. Foto: St. Lukas Heim/Jürgen Eden

Papenburg. Am Tag der offenen Tür des St. Lukas-Heimes in Papenburg am 5. Juni erhalten die Besucher von 14 bis 18 Uhr in der Reithalle St. Martin an der Werthmannstraße Informationen zum therapeutischen Reiten.

Was verbirgt sich hinter den Wänden der Reithalle? In welchen Bereichen bietet das Pferd Unterstützung bei der Arbeit von Menschen mit Behinderungen? Welche personellen und inhaltlichen Voraussetzungen sind beim heilpädagogischen Reiten erforderlich? Diese und viele andere Fragen werden am 5. Juni beantwortet.

„Die Reittherapie ist seit rund zwei Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Hilfen“, sagt der Leiter des St. Lukas- Heimes, Heinz-Bernhard Mäsker. In den Anfängen wurde eine Reithalle in Aschendorf mitgenutzt. Seit dem Jahr 2002 verfügt die Einrichtung über eine eigene Reithalle, die beheizt werden kann und somit ganzjährig für Therapiezwecke genutzt wird.

Rampe für Rollstuhlfahrer

Das Objekt wurde speziell für die Erfordernisse des therapeutischen Reitens gestaltet. Um einen barrierefreien Zugang zu den Therapieeinheiten zu ermöglichen, wurde eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut. So ist ein einfacher Aufstieg auf eines der Therapiepferde möglich. Außerdem stehen Ruhe- und Pflegeräume sowie barrierefreie sanitäre Räume zur Verfügung. Die Errichtung des Gebäudes wurde im Rahmen des RTL-Spendenmarathons mit der Projektpatin Nena auf den Weg gebracht. Seither konnte das Angebot kontinuierlich ausgebaut und professionalisiert werden. „Weniger die reitsportliche Ausbildung, als vielmehr die individuelle Entwicklung und Förderung steht bei der Reittherapie im Mittelpunkt“, sagt Alfons Wolters, der die Federführung für dieses Zusatzangebot des Heimes hat. Durch die fortwährenden Sinneseindrücke, Bewegungsangebote und -erfahrungen sowie die ständigen Wechselwirkungen, die sich zwischen Menschen, dem Pferd und Reitpädagogen ergeben, bieten sich viele Möglichkeiten des Lernens und Erlebens.

Besonders gutmütige Pferde

Zu den speziell ausgebildeten Therapiepferden gehören Alex, Lina oder Rudi. Rund ein Jahr dauert die Vorbereitung. „Die Tiere müssen besonders gutmütig sein“, sagt Wolters. Denn jeder Mensch mit Behinderungen reagiere anders. Einige seien vor Freude kaum zu bremsen, andere versuchten, ihre Grenzen auszureizen. So ist auch die Förderung im sozialen und emotionalen Bereich mit dem Überwinden von Ängsten, dem Aufbau von Vertrauen sowie der Entwicklung von Selbstvertrauen ein Therapieziel.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Beim Tag der offenen Tür wird auch ein Rahmenprogramm geboten. So hat der kanadische Sänger Morgan Finlay sich für einen Auftritt angekündigt. Mit großem Erfolg hat er in einigen europäischen Ländern und Kanada bereits sechs Platten veröffentlicht. Zurzeit tourt er durch Deutschland. Dabei kommt er im Rahmen seiner „The Good Winds Tour 2016“ nach Papenburg und tritt beim Tag der offenen Tür in der Reithalle auf. Als weiterer Attraktion wurde die Western-Tanz-Formation „Hot Fire Boots“ verpflichtet. „Es wird ein vielfältiges Programm für die ganze Familie geboten“, verspricht Wolters. Das reicht vom kostenlosen Reiten auf Therapiepferden, Hufeisenweitwurf und einem Bauernmarkt mit vielen selbst gefertigten Dingen rund ums Pferd. Für die Kinder wird zusätzlich ein Malwettbewerb mit einigen attraktiven Preis stattfinden. Ein Labyrinth aus großen Kartons im Außenbereich sowie weitere Spiele binden die Gäste in das Geschehen ein.