Ausstellung am Hauptkanal Papenburger dokumentieren Pressefreiheit in Südostasien

Von Jonas Brinker

Anhand von Postern zeigt die Papenburger Amnesty-Gruppe in ihrem „Stop-Folter-Shop“ am Hauptkanal, wie es um die Meinungsfreiheit in Südostasien bestellt ist. Foto: Jonas BrinkerAnhand von Postern zeigt die Papenburger Amnesty-Gruppe in ihrem „Stop-Folter-Shop“ am Hauptkanal, wie es um die Meinungsfreiheit in Südostasien bestellt ist. Foto: Jonas Brinker

jbri Papenburg. Im „Stop-Folter-Shop“ der Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Hauptkanal ist eine Ausstellung mit dem Thema „Medien- und Meinungsfreiheit in Südostasien“ eröffnet worden. Sie läuft noch bis Ende Mai.

Die Posterausstellung zeigt in neun Beiträgen die aktuelle Situation der Medien- und Meinungsfreiheit in ausgewählten südostasiatischen Ländern. In kurzen Beiträgen und Bildern wird beispielsweise die Situation in Kambodscha, Indonesien oder in Singapur dargestellt.

Der Eröffnung vorangestellt war ein Fachvortrag von Genia Findeisen. Die promovierte Politikwissenschaftlerin aus Hamburg ging in ihrem rund 25-minütigen Vortrag auf verschiedene Länder in Südostasien ein. Sie zeigte auf, dass die Pressefreiheit in Südostasien in einer schwierigen Lage sei, und es sich in den vergangenen Jahre auch noch verschlechterte. So hätten einige Länder Gesetze, die die Pressefreiheit einschränken würden, indem über Themen wie Korruption oder Regierungskritik nicht berichtet werden darf. Nichtsdestotrotz gäbe es auch Erfolge. So seien beispielsweise Inhaftierte nach internationalem Druck und viel Aufmerksamkeit freigelassen worden. „Es ist somit gut, dass sich Menschen für andere Menschen und deren Meinungsfreiheit einsetzen“, sagte Findeisen.

Auch Papenburgs stellvertretener Bürgermeister Jürgen Broer (SPD) lobte die Arbeit von Amnesty International. „Froh könnte man sein, wenn man Amnesty gar nicht mehr braucht, aber noch brauchen wir Amnesty sehr wohl“, meinte er. In seinen Grußworten mahnte Broer zu einem respektvollen Umgang untereinander, besonders auch mit Menschen, mit denen man nicht so gut zurechtkäme.

Gerold Siemer, Sprecher der Papenburger Amnesty-Gruppe, vermittelte eine klare Botschaft: „Jeder Journalist muss das Recht haben, frei und ohne Zwang zu arbeiten.“ Für ihn ist die Meinungsfreiheit die Grundlage einer jeden gesellschaftlichen Ordnung, denn „Gewalt beginnt dort, wo Worte fehlen.“

Die Ausstellung ist von montags bis donnerstags jeweils von 15 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.