Marlene Mortler spricht über Sucht Bundes-Drogenbeauftragte referiert in Papenburg

Von Ann-Kathrin Schweers

Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (r.) und Drogenbeauftragte Marlene Mortler (M.) sprachen zum Thema „Fetales Alkoholsyndrom“. Links im Bild  Carmen Nienaber von der Johannesburg Surwold. Foto: Ann-Kathrin SchweersBundestagsabgeordnete Gitta Connemann (r.) und Drogenbeauftragte Marlene Mortler (M.) sprachen zum Thema „Fetales Alkoholsyndrom“. Links im Bild Carmen Nienaber von der Johannesburg Surwold. Foto: Ann-Kathrin Schweers

aksc Papenburg. Das sogenannte „Fetale Alkoholsyndrom (FAS)“ war Thema beim jüngsten Runden Tisch im Jugendgästehaus Johannesburg in Papenburg. Zu Gast waren die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler.

Connemann und Mortler sprachen mit Fachkräften aus dem Bereich FAS, sowie ebenfalls anwesende Ärzte, Hebammen, Vertretern des Gesundheitsamtes, Pflegeeltern von FAS-Kindern und vielen mehr. Themen waren unter anderem Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit. Zur Diskussion standen tägliche Erfahrungen mit dem Thema, sowie Einfälle und Ideen zur Prävention.

Tausende Kinder mit FAS werden jährlich in Deutschland geboren. Zum Krankheitsbild gehören Verhaltensstörungen, Schädigungen des Nervensystems oder körperliche und geistige Behinderungen. „Jeder Alkohol in der Schwangerschaft kann Schäden am Säugling herbeirufen“, warnte Vorsitzende des Vereins FASD Deutschland, Gisela Michalowski, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Vereinssitz in Lingen

Der Verein, der seinen Sitz in Lingen hat, macht es sich zur Aufgabe, über „Fetal Alcohol Spectrum Disorder“ (FASD), welches alle Formen der vorgeburtlichen Schädigungen durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beinhaltet, aufzuklären. Noch gebe es im Emsland nur wenige, die sich mit dem Thema auskennen würden, so Michalowski.

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Auch Carmen Nienaber, pädagogische Leiterin der Johannesburg Surwold, sehe einen Bedarf an FAS-Fachkräften im Emsland: „Die Abdeckung in dem Bereich ist nicht überragend“, stellte sie fest. In der Johannesburg Surwold werden laut Nienaber auch Kinder mit FAS betreut, deshalb sei der Besuch der Veranstaltung für sie besonders interessant gewesen. Unterstützung bei der Betreuung der Kinder erhalte die Johannesburg durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aschendorf.

Viele Anregungen für weitere Arbeit

Nach dem „regen Austausch“ im Jugendgästehaus habe Drogenbeauftragte Mortler einige Anregungen für ihre Arbeit gegen FAS in Deutschland mitnehmen können, meint Nienaber.


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