Aufwertung dreier Standorte Raiffeisen Ems-Vechte investiert vier Millionen

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Im Hintergrund soll die neue Büro- und Lagerhalle im Aschendorfer Gewerbegebiet entstehen: (von links) Architekt Henning Radke, der Aschendorfer Marktleiter Markus Wilkens, Friedrich Geers, Verwaltungsleiter in Klein Berßen, und Wilhelm Funke, Verkaufsleiter für Ackerbau der Raiffeisen Ems-Vechte. Foto: Mirco MoormannIm Hintergrund soll die neue Büro- und Lagerhalle im Aschendorfer Gewerbegebiet entstehen: (von links) Architekt Henning Radke, der Aschendorfer Marktleiter Markus Wilkens, Friedrich Geers, Verwaltungsleiter in Klein Berßen, und Wilhelm Funke, Verkaufsleiter für Ackerbau der Raiffeisen Ems-Vechte. Foto: Mirco Moormann

Aschendorf. Die Genossenschaft Raiffeisen Ems-Vechte investiert in ihren Standort in Aschendorf sowie in das zum Unternehmen gehörende Kraftfutterwerk in Dörpen. 2,5 Millionen Euro werden für Erweiterung und Modernisierung in die Hand genommen. Im mittleren Emsland werden weitere 1,5 Millionen für einen neuen Markt in Felsen bereitgestellt.

Begonnen haben die ersten Arbeiten bereits im Aschendorfer Gewerbegebiet. An der Straße Zu den Wallwiesen wurde bereits die Fläche ausgekoffert, auf der bald eine neue, 40 Mal 20 Meter große Halle errichtet werden soll. Derzeit müssen die Flächen noch entwässert werden, in wenigen Tagen könne aber mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im neuen Gebäude sollen Büros und Lagerflächen Platz finden. Wie Wilhelm Funke von der Genossenschaft mitteilt, sollen dort Saatgut, Futter und Pflanzenschutzmittel untergebracht werden. Besonders für letztere Stoffe müssten beim Bau besondere Auflagen erfüllt werden, so Funke.

Neben der sogenannten Sacklagerhalle wird auf dem Gelände, auf dem sich noch eine Schüttguthalle, die Getreideanlage und drei Silos befinden, auch die bereits bestehende Fahrzeugwaage verlegt. Insgesamt würden am Standort Aschendorf etwa 750.000 Euro investiert. Im Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, berichtet Architekt Henning Radke. Wie Friedrich Geers weiter ausführt, sei das Lager am Standort Aschendorf eines von insgesamt 30 im gesamten Kreisgebiet.

„Wir haben aber vor, noch weitere Standorte umzubauen“, sagt Funke. Diesbezüglich müssten aber an den entsprechenden Standorten noch Gespräche geführt werden. „Unsere Lagerstellen sind teilweise 50 Jahre alt“, sagt Geers. Langfristig seien diese Investitionen Maßnahmen zur Standortsicherung, so Funke weiter. Zwar habe man im vergangenen Jahr in Rhede einen Lagerstandort schließen müssen, stelle aber die weggefallene Arbeitsstelle mit der jetzigen Erweiterung in Aschendorf wieder her. Insgesamt seien dann in Aschendorf, wo die Genossenschaft auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch eine Tankstelle und einen Haus- und Gartenmarkt betreibt, 20 Personen angestellt.

Ein weiteres großes Investment wird in das Dörpener Kraftfutterwerk an der Industriestraße gesteckt. Hier wird ein neues Verwaltungsgebäude gebaut. Mit den Arbeiten am Tochterunternehmen der Genossenschaft soll im Sommer begonnen werden. Das alte Gebäude, so Funke, sei mehr als 40 Jahre alt und müsse abgerissen werden. Für insgesamt 1,75 Millionen Euro wird nach Aussagen Radkes aber nicht nur das nicht mehr zeitgemäße Gebäude erneuert, sondern auch das gesamte Gelände samt Zufahrt erneuert.

Der erste Schritt zur Aufwertung der Dörpener Anlage sei bereits vor drei Jahren mit der Errichtung der Lkw-Waschhalle getan worden, sagte Geers. Nun folge mit der Erneuerung der Verwaltung die Fertigstellung der Maßnahme.

Die dritte Baumaßnahme, die von der Genossenschaft in Angriff genommen werden soll, ist der Bau eines neuen Raiffeisenmarktes in Felsen südlich von Herzlake. Auch hier soll ab Sommer an der Umsetzung gearbeitet werden. Die Fertigstellung des 400 Quadratmeter großen Ladenlokals mit angrenzendem Lager und weiteren Schüttgutflächen soll im kommenden Frühjahr so weit sein, meint Architekt Radke. Mit dem neuen Bauprojekt, das 1,5 Millionen Euro kosten soll, würden auch zwei zusätzliche Stellen am Standort geschaffen. Denn neben dem Markt wird es auch eine neue Tankstelle und eine neue Fahrzeugwaage auf dem Gelände an der Dohrener Straße/Ecke Am Eichenhain geben.


Die Raiffeisen Ems-Vechte geht aus der im Sommer 2012 erfolgten Fusion der Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG und der Raiffeisen-Grenzland eG hervor. Die Genossenschaft, die zugleich das Bankgeschäft und das landwirtschaftliche Warengeschäft betreibt, firmiert nach wie vor als Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG. Der anteilsmäßig größere Bereich des Warengeschäftes der Genossenschaft wird unter dem Namen Raiffeisen Ems-Vechte betrieben, welcher die beiden dominanten Flussläufe in der Region Emsland und Grafschaft Bentheim widerspiegelt.

Das Kerngeschäft der Raiffeisen Ems-Vechte konzentriert sich auf die Herstellung von Misch- und Spezialfuttern und dessen Vertrieb unter den beiden bekannten Mischfuttermarken „Grenzland Ringfutter“ und „Emskraft“. Insgesamt werden rund 500.000 Tonnen Misch- und Spezialfutter in drei modernen Kraftfutterwerken in Klein-Berßen, Laar und Dörpen produziert und größtenteils an regional ansässige landwirtschaftliche Betriebe geliefert. (Quelle: Raiffeisen Ems-Vechte)

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