Schaltjahrkind Frieda-Alice Schaltjahr 2016: Papenburgerin feiert zum ersten Mal „richtig“ Geburtstag

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Zum ersten Mal kann Frieda-Alice Gersberg an ihrem tatsächlichen Geburtsdatum Geburtstag feiern. Unser Foto zeigt sie mit dem Zeitungsausschnitt wenige Tage nach ihrer Geburt als „Wonneproppen“ vor vier Jahren. Foto: Gerd SchadeZum ersten Mal kann Frieda-Alice Gersberg an ihrem tatsächlichen Geburtsdatum Geburtstag feiern. Unser Foto zeigt sie mit dem Zeitungsausschnitt wenige Tage nach ihrer Geburt als „Wonneproppen“ vor vier Jahren. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Frieda-Alice Gersberg aus Papenburg feiert am Montag Geburtstag. Sie wird zwar erst vier, und doch spürt sie, dass diesmal etwas anders ist als bei ihren bisherigen Wiegenfesten. Frieda-Alice kann zum ersten Mal an ihrem tatsächlichen Geburtsdatum feiern. Sie ist ein Schaltjahr-Kind.

Damit steht das Mädchen beispielsweise in einer Reihe mit dem bedeutenden italienischen Komponisten Gioachino Rossini („Der Barbier von Sevilla“), dem deutschen Fußballnationalspieler Benedikt Höwedes (FC Schalke 04) und Model Lena Gercke (Siegerin der TV-Casting-Show „Germany’s Next Topmodel“).

Zunächst keinen Gedanken verschwendet

Als die Geburt ihres vierten Kindes Ende Februar 2012 näher rückte, hat Sabine Gersberg an das Datum zunächst indes keinen Gedanken verschwendet. „Ich persönlich fand daran gar nichts Besonderes“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Das mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass sich damals alles um die Geburt an sich drehte. Sie musste nämlich eingeleitet werden, weil sich das Baby partout nicht von alleine machen wollte. Und als Frieda-Alice endlich da war, „waren wir froh und dankbar, dass das Kind gesund ist. Das war nicht selbstverständlich“, erinnert sich Sabine Gersberg.

Das absolute Nesthäkchen

„Wir“ – das sind außer der Mutter und Vater Christian die drei weiteren Töchter Marie-Claire (21), Lea-Sophie (18) und Emily-Elisa (15). Nachzüglerin Frieda-Alice ist also das absolute Nesthäkchen der Familie.

Als offizielle Geburtszeit wurde im Papenburger Marien-Hospital der 29. Februar 2012 um 3.03 Uhr festgehalten. Aber erst nachdem die Familie eine Geburtsanzeige in unserer Zeitung geschaltet und Frieda-Alice auch in der Rubrik „Wonneproppen“ auftauchte, dämmerte Sabine Gersberg etwas. Die Bekanntmachungen lösten eine Flut von Glückwunschkarten aus, die alle Bezug auf den seltenen Tag nahmen. „Die Aufregung bei den Leuten war auf jeden Fall größer als bei mir. Erst da habe ich realisiert, dass es ein besonderes Datum ist.“ Dass das auch von Außenstehenden stark wahrgenommen wird, hätte sie nach eigenem Bekunden nicht gedacht.

Ein merkwürdiges Gefühl

Ein Jahr später stellte sich bei der Familie dann ein merkwürdiges Gefühl ein. „Wir haben uns gefragt, wann wir den Geburtstag feiern sollten“, berichtet Sabine Gersberg. Sie legten ihn schließlich auf den 1. März fest. Ganz glücklich sind die Papenburger damit aber nicht. Schließlich ist Frieda-Alice kein März-Kind, sondern im Februar geboren. Aber der 28. Februar kam auch nicht infrage. „Denn da war sie definitiv noch nicht auf der Welt. Und Vorfeiern geht ja auch nicht“, sagt Sabine Gersberg. Ihre älteren Töchter seien durchaus geteilter Meinung gewesen, wann denn nun gefeiert werden sollte.

All diese Gedanken kann die Familie in diesem Jahr getrost beiseiteschieben. 2016 hat der Februar 29 Tage. Und weil das so ist, wird diesmal auch etwas größer und anders gefeiert als in den drei Jahren zuvor. So findet beispielsweise die Kinderparty am selben Tag statt wie der Geburtstag. Zuvor wurde sie auf das Wochenende verlegt. Frieda-Alice hat für ihre vier Gäste zur Kinderparty besondere Einladungen gebastelt.

Und die Familie wird ein Ritual pflegen. Alle vier Jahre soll aus Anlass des seltenen Datums ein professionelles Familienfoto geschossen werden.

Ein Ort zum Heiraten auf dem Wunschzettel

Für das Geburtstagskind ist indes eine andere Frage viel wichtiger. Was sie geschenkt bekommen wird, weiß sie nämlich nicht. Was sie sich wünscht, hingegen schon. Frieda-Alice hat eine Braut und einen Bräutigam von Playmobil. Die brauchen einen Ort zum Heiraten. Deshalb wünscht sich das Mädchen eine Kirche und einen Baumstamm – das Gotteshaus für das Ja-Wort und das Holz für ein Säge-Ritual, dem sich manch Frischvermählte auf sanften Druck ihrer Freunde und Verwandte stellen müssen, um zu beweisen, dass sie Hand in Hand arbeiten können. Das hat Frieda-Alice nämlich mal auf einer Hochzeit gesehen.


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