Knapp 400 Besucher in der Kirche Kathy Kelly begeistert in Aschendorf mit Lokalkolorit

Von Dirk Hellmers


dhe Aschendorf. Arien, Folklore und jede Menge männliche Verstärkung: Kathy Kelly hat gemeinsam mit dem Männergesangverein (MGV) Liedertafel Erholung Aschendorf ein Konzert in der St. Amandus-Kirche gegeben. Knapp 400 Besucher waren dabei.

„Da sind wir schon stolz drauf, mit jemanden zu singen, die so viele Nummer-eins-Hits hat“, sagte MGV-Vorsitzender Horst Janßen. Kathy Kelly ist Teil der Kelly Family. Zwischen 1994 und 1997 platzierte die Band drei Alben in der Spitze der Charts, allein in Deutschland. Trotz des Erfolges sei Kelly sehr sympathisch. „Sie ist sehr umgänglich“, meinte Janßen. Um das gemeinsame Finale des zweistündigen Programms vorzubereiten, hatten sich die Aschendorfer bereits am Nachmittag zu gemeinsamen Proben getroffen.

Ende vergangenen Jahres hatten die Sänger unter der Leitung ihres Dirigenten Eugen Renz das Angebot bekommen, gemeinsam mit der 52-Jährigen in Aschendorf aufzutreten. „Die sind auf uns zugekommen“, erinnert sich Janßen. Konzept der aktuellen Kelly-Tour ist, dass die Sängerin jeweils mit regionalen Chören auftritt. Neben der Aussicht auf einen unvergesslichen Abend gab es zugleich Hausaufgaben. „Wir hatten ein paar Stücke zur Auswahl und mussten die üben“, erklärt Janßen. Um den engen Zeitplan einzuhalten, wurde zusätzlich ein Übungswochenende eingelegt.

Nicht nur die Aschendorfer sorgten dann dafür, dass aus dem Gastspiel in der St.-Amandus-Kirche schnell ein Heimspiel wurde. Kelly trat zuletzt vor 13 Monaten in der Nachbargemeinde Rhede auf und kannte dank einer befreundeten Rheiderländerin die lokalen Gepflogenheiten. „Emsland ist nicht Ostfriesland“, erklärte sie und fügte hinzu: „Ich habe gelernt.“ Neben Stücken auf Englisch, Spanisch und Deutsch versuchte sie sich auch gleich auf Platt mit „Ik hebb di so geern“. Platt sei wie eine Mischung aus Holländisch und Kölsch, meinte Kelly.

Komplimente hatte sie aber nicht nur für die Aschendorfer Sänger, sondern gleich für ganz Aschendorf und die Kirche. „Mir gefällt die Kombination aus Modern und Alt“, lobte sie. St. Amandus sei eine der schönsten Kirchen auf ihrer Tour. „Und ich habe viele Kirchen gesehen.“


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