Gottesdienst in der Amanduskirche Pfarrverbund Aschendorf-Rhede feierlich gegründet


Aschendorf. Der Brückenschlag über die Ems ist vollzogen: In einem feierlichen Gottesdienst in der Amanduskirche in Aschendorf ist am Sonntag, 14. Februar, die Pfarreiengemeinschaft Aschendorf/Rhede offiziell aus der Taufe gehoben worden. Gleichzeitig wurde das neue Pfarrteam um Pfarrer Frank Rosemann in seine Ämter eingeführt.

Getragen wurde die Gründungsfeier von einer großen Bereitschaft, das Miteinander lebendig zu gestalten und weiter zu entwickeln. „Überlassen sie ihre Kirchengemeinde nicht irgendwem, sondern bringen sie sich mit Engagement ein“, rief Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer in seiner Predigt die Gläubigen zum Mitwirken auf. Das Team zur Vorbereitung des Verbunds habe „das schöne Bild der Brückenbauer“ gewählt. „Seien auch sie entschiedene Brückenbauer und stärken sie die Brücke der Liebe Gottes“, sagte Lanvermeyer. Und er wünschte den Gläubigen in den sechs Kirchengemeinden der Pfarreiengemeinschaft Kraft für die kommenden Jahre des gemeinsamen Weges.

„Gemeinschaft leben, Glauben teilen“

„Lasst uns Gemeinschaft leben und unseren Glauben teilen“, sagte Marita Schade, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Rhede. Jeder sei eingeladen, „ein kleines Stück am Reich Gottes mitzugestalten.“ Dank sprach Schade dem Team der „Brückenbauer“ aus, das seit fast zehn Jahren die Kooperation der jeweils drei Kirchengemeinden dies- und jenseits der Ems vorbereitet habe.

„Vom Bischof verordnete Vernunftehe“

Der Rheder Bürgermeister Gerd Conens als Sprecher der politischen Repräsentanten appellierte an die Mitglieder in den Kirchengemeinden, den guten Weg fortzusetzen, Verantwortung zu übernehmen sowie am weiteren Wachsen und Gedeihen der Pfarreiengemeinschaft mitzuwirken. Er schlug aber auch kritische Töne an. Vor dem Hintergrund, dass die Bedeutung von Kirche und Glauben in der Gesellschaft nachgelassen habe, sei der Zusammenschluss keineswegs eine „Liebesheirat“, sondern vielmehr eine „vom Bischof verordnete Vernunftehe“, sagte Conens.

Es sei anfangs durchaus Angst, Verunsicherung und Ohnmacht spürbar gewesen, merkte dazu Marita Schade an. Sie habe vor zehn Jahren keinen gekannt, der zu einem Zusammenschluss von Aschendorf und Rhede gesagt hätte: „Endlich, das habe ich mir schon immer gewünscht.“ Die gut 700 Besucher der Gründungsfeier nahmen die Worte von Schade mit herzlichem Lachen und Beifall auf.

Vorstellung in den sechs Kirchengemeinden

Nach dem offiziellen Auftakt in der St.-Amandus-Kirche, dem sich ein Empfang im Amandushaus anschloss, stellt sich das Pfarrteam in dieser Woche reihum in den sechs Kirchengemeinden des rund 10.000 Gläubige zählenden Verbunds vor.

Den Kreis der pastoralen Mitarbeiter um Pfarrer Frank Rosemann bilden Pastor Jacob Pothaparambil, Diakon Martin Hagedorn, die Gemeindereferentinnen Doris Brinker, Kirsten Griep-Raming und Maria Ottens sowie Gemeindeassistentin Tanja Theilen.

Die Vorstellungsgottesdienste sind am Montag in St. Bernhard in Brual, am Dienstag in Herz-Jesu in Lehe, am Mittwoch in St. Joseph in Neurhede und am Donnerstag in Maria vom Herzen Jesu in Neulehe (Beginn jeweils um 18 Uhr) sowie am Samstag um 17 Uhr in St. Amandus in Aschendorf und am Sonntag um 10 Uhr in St. Nikolaus in Rhede.


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