Bewegende Unterrichtsstunde Syrer berichtet Papenburger Schülern von seiner Flucht

Von Hermann-Josef Döbber

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Bewegende Schulstunde: Der syrische Flüchtling Mohammed Hennawi (Dritter von links) berichtete vor Neuntklässlern und ihren Lehrern der Oberschule Michaelschule über seine Flucht. Foto: Hermann-Josef DöbberBewegende Schulstunde: Der syrische Flüchtling Mohammed Hennawi (Dritter von links) berichtete vor Neuntklässlern und ihren Lehrern der Oberschule Michaelschule über seine Flucht. Foto: Hermann-Josef Döbber

Papenburg. Sichtlich berührt zeigten sich zahlreiche Schüler der Oberschule Michaelschule nach einer ganz und gar ungewöhnlichen und bewegenden Unterrichtsstunde. Der Syrer Mohammed Hennawi war zu Gast bei den Neuntklässlern und berichtete über seine Flucht nach Deutschland.

Mohammed Hennawi, der am Obenende lebt und auf eine bessere Zukunft hofft, floh vor dem Krieg und litt Hunger. Vor den Schülern berichtete er von seinen Erlebnissen und vor allem von den Strapazen, denen er ausgesetzt war.

Die Schüler hatten sich im Unterricht intensiv mit dem Thema Migration beschäftigt. Die Fachleiterinnen Margret Korte und Lena Mescher hatten deshalb mit Mohammed Hennawi einen Syrer eingeladen, der nach Deutschland geflohen ist.

Mithilfe von Bildern beschrieb der Zeitzeuge mit Unterstützung von Ortrud Baumann, die sich in Papenburg ehrenamtlich der Flüchtlingsbetreuung angenommen hat, zunächst die Situation in Syrien vor dem Krieg. Anschließend schilderte er seine Flucht, seine Fluchtroute, die Fluchtbedingungen sowie die Ankunft in Papenburg und die jetzigen Lebensbedingungen.

Die Flüchtlingsproblematik, die den Schülern durch die Medien bekannt schien und im Unterricht an der Oberschule thematisiert wurde, bekam durch den Besuch nun eine neue Dimension – eine persönliche.

Zum Schluss der Unterrichtsstunde wurde noch einmal deutlich: Hennawi schätzt Deutschland sehr, sein großes Ziel ist jedoch irgendwann die Rückkehr in seine dann hoffentlich friedliche Heimat Syrien, wo seine Mutter und seine Geschwister leben.

Und die Schüler? Ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema zu erarbeiten und dann mit einem Betroffenen direkt zu sprechen, war für alle eine große Bereicherung. Doch nicht nur Fragen wurden geklärt, Wissenslücken gefüllt und Anekdoten vernommen – es fand eine echte Annäherung an das Thema statt.


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