Weiteres Schiffssegment angeliefert Saga Cruises unterzeichnet Auftrag für Meyer Werft

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Papenburg. Die Tinte ist trocken. Das britische Kreuzfahrtunternehmen Saga Cruises hat am Dienstag den neuen Auftrag für die Papenburger Meyer Werft offiziell unterzeichnet. Das erste Schiff soll im Sommer 2019 abgeliefert werden.

Eine Option besteht auf einen weiteren Luxusliner mit Ablieferung im Frühjahr 2021. Der Auftrag war im September 2015 bekannt gegeben worden. „Es ist durchaus üblich, dass es bis zur endgültigen Unterzeichnung des Auftrages etwas dauert. Wenn unterzeichnet wird, hat man sich auf alle technischen Details, wie beispielsweise die Auswahl der Maschinen abschließend geeinigt und die Finanzierung ist gesichert“, erklärte Werftsprecher Günther Kolbe auf Nachfrage unserer Redaktion. Durchschnittlich dauere die Vorbereitungs- und Planungsphase für ein neues Kreuzfahrtschiff rund 18 Monate. Weitere 18 Monate dauert laut Kolbe der Bau eines Ozeanriesen. Man freue sich sehr, die ersten Schiffsneubauten für die britische Reederei bauen zu dürfen, so Kolbe weiter.

Das erste Schiff wird mit einer Länge von 234 Metern und einer Breite von 30 Metern deutlich kleiner, als die beispielsweise aktuell im Bau befindliche „Ovation of the Seas“. Während die „Ovation“ Platz für mehr als 4000 Passagiere bieten wird, kommen auf dem ersten Neubau für Saga Cruises weniger als 1000 Gäste an Bord. Mit dem Bau des ersten Saga-Kreuzfahrtschiffes wird auf der Papenburger Meyer Werft auch das zuletzt nur noch für die Vorfertigung genutzte alte Baudock aus dem Jahr 1987 für den Komplett-Schiffbau reaktiviert. Darüber hinaus werden 2019 erstmals wieder drei Kreuzfahrtschiffe in einem Jahr abgeliefert. Insgesamt sind die Papenburger Schiffbauer mit noch zehn zu bauenden Kreuzfahrtschiffen bis in das Jahr 2020 ausgelastet. Als Nächstes wird die „Ovation of the Seas“ für die US-Reederei Royal Caribbean International im Frühjahr an den Auftraggeber abgeliefert.

Für die parallel zur „Ovation of the Seas“ im Bau befindliche „Genting World“ ist unterdessen am Dienstagmittag mit dem Dockschiff „Papenburg“ ein Bugteil von der Werft Stocznia Wisla aus Danzig eingetroffen. Seit rund einem Jahr kommt das Spezialschiff regelmäßig zur Meyer Werft. Zuvor kamen die meisten zugelieferten Bauteile für Kreuzfahrtschiffe auf Pontons in einem Schleppverband. Mit dem Dockschiff ist die Anlieferung nach Angaben der Werft jedoch witterungsunabhängiger und termingenauer.

Dockschiffe sind vergleichbar mit einem Schwimmdock. Sie können ihren Rumpf unter die Wasseroberfläche absenken, um schwimmende Lasten aufzunehmen. Die „Papenburg“ senkt sich regelmäßig an einer speziell für diese Manöver ausgebaggerte Stelle im Hafen ab, damit die Sektionen für die Neubauten der Meyer Werft zur Weiterverarbeitung in die Baudockhallen transportiert werden können.

Die „Genting World“ für die asiatische Reederei Dream Cruises soll im November abgeliefert werden. Ein weiteres Schwesterschiff mit dem Namen „World Dream“ folgt im Herbst 2017.


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