EZ-Adventskalender Papenburger Meyer Werft öffnet Virtual Reality Room

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Blick in die Zukunft: Denny Haschke inspiziert für den Adventskalender der Ems-Zeitung das hintere Windendeck der neuen „Genting Dream“, das es in der Realität noch gar nicht gibt.  Foto: Christoph AssiesBlick in die Zukunft: Denny Haschke inspiziert für den Adventskalender der Ems-Zeitung das hintere Windendeck der neuen „Genting Dream“, das es in der Realität noch gar nicht gibt. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Auf der Papenburger Meyer Werft gibt es riesige Pläne für den Bau der modernen Kreuzfahrtschiffe nur noch sehr selten. Konstruiert wird mit modernster Software. Und begehbar sind die neuen Luxusliner seit 2009 schon, bevor im Baudock das erste Stahlelement auf Kiel gelegt wird. Möglich ist das im Virtual Reality Room (VR).

Denny Haschke ist verantwortlich für den Bereich im Verwaltungsgebäude der Werft, den sonst nur Ingenieure, Konstrukteure und auch Kunden der Schiffbauer zu Gesicht bekommen. Optisch unscheinbar, mit mehreren Beamern und einer Leinwand, wird mit einem speziellen Steuerungselement, verbunden mit Infrarot-Kameras, das Schiff begehbar. „Wir stellen 1,5 Millionen Objekte dar, beschränken uns dabei aber lediglich auf alle technischen Komponenten. Die Räume sind also quasi nackt, ohne Ausstattung“ erklärt der 36-Jährige, der seit 2007 auf der Meyer Werft beschäftigt ist.

Dreidimensionale Darstellung

Der VR sei die Schnittstelle zwischen der Konstruktions- und der Fertigungsabteilung. „Für die einzelnen Bereiche des Schiffes werden die Stahlmodelle mit Rohrleitungen, Schächten und Kabelbahnen eingelesen und dreidimensional dargestellt“, sagt Haschke. So würden potenzielle Fehlerquellen von vornherein ausgeschlossen und auch Verbesserungen könnten vor der eigentlichen Konstruktion diskutiert und später umgesetzt werden.

Schiffsdatei hat 26 Gigabyte Volumen

Eine komplette Schiffsdatei hat ein Volumen von 26 Gigabyte und ist Haschke zufolge in verkleinerter, zweidimensionaler Form auch auf den Arbeitsplätzen der Konstrukteure abrufbar. „Etwaige Änderungen, die unsere Konstrukteure an den Plänen vornehmen, werden direkt in unser System eingepflegt und sind dann auch direkt im VR zu sehen“, erklärt Haschke.

Vorstellungen für Auftraggeber

Neben internen Baubesprechungen finden im Virtual Reality Room aber auch Vorstellungen für Auftraggeber der Kreuzfahrtschiffe statt. Vertreter der Reederei können so auch einen Eindruck gewinnen, wie das, was sie sich für ihren neuen Luxusliner vorstellen, später aussieht.

Aktuell „Genting Dream“ zu sehen

Aktuell befindet sich die „Genting Dream“, das Kreuzfahrtschiff, das im November 2016 an die asiatische Reederei Dream Cruises abgeliefert wird, dreidimensional auf der großen Leinwand. Auch wenn das erste 120-Meter-Element schon im Werfthafen liegt: „Änderungen gibt auch hier immer noch“, erklärt Haschke.


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