Verband behinderter Pflegekinder Barmer spendet 3000 Euro an Hilfsorganisation

Von Julia Kleene

3000 Euro für Fachtagung: Heike Nordmann, Darius Mandok und Rita Leser (von links) freuen sich. Foto: Julia Kleene3000 Euro für Fachtagung: Heike Nordmann, Darius Mandok und Rita Leser (von links) freuen sich. Foto: Julia Kleene

Papenburg. Die Krankenkasse Barmer GEK hat dem Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) mit Sitz in Papenburg einen Scheck in Höhe von 3000 Euro überreicht. Das Geld wird für eine Fachtagung mit dem Thema „Pflegekinder mit intensivmedizinischem Bedarf“ genutzt, die Ende Februar in Papenburg stattfinden wird.

Im Jahr vermittelt der gemeinnützige Verein durchschnittlich zehn behinderte Pflegekinder in Pflegefamilien. „Jedes Kind hat ein Recht auf Familie“, sagt Heike Nordmann vom BbP. Die Liebe und Zuneigung einer Familie könne in dem Maße nicht von einer sozialen Einrichtung geleistet werden. Seit 1983 arbeitet der BbP mit dem Jugendamt zusammen und betreibt aktive Vermittlungshilfe.

„Wir helfen, alle Kinder – von leicht geistig behindert bis zu mehrfach schwer behindert – zu vermitteln“, erklärt Rita Leser. Oftmals kämen werdende Mütter direkt nach der Diagnose eines behinderten Kindes auf den BbP zu. Die Pflegefamilien könnten bei der Bewerbung im Jugendamt angeben, ob sie sich speziell für ein behindertes Kind interessieren. Die Motivation bestünde darin, Kindern eine Chance zur Entfaltung zu geben, so Leser.

3000 Euro für Tagung

Der GEK unterstützt die Arbeit der Selbsthilfeorganisation mit einer Förderung in Höhe von 3000 Euro. Dieses Geld wird für eine Fachtagung genutzt, die sich mit dem Thema „Pflegekinder mit intensivmedizinischem Bedarf“ auseinandersetzt. „Die solidarisch, gesetzliche Krankenkasse hat den Auftrag, Projekte zur Selbsthilfeförderung zu unterstützen“, erklärte Darius Mandok, Bezirksgeschäftsführer der Krankenkasse in Papenburg.

Das Fortbildungswochenende zielt unter anderem darauf ab, über Möglichkeiten der häuslichen Pflege aufzuklären und Pflegeeltern zu gewinnen, die bereit sind, ein Kind mit Intensivbedarf aufzunehmen. Durch die Spende der GEK kann die Fachtagung Ende Februar für die Teilnehmer kostenlos stattfinden.