Rotes Kreuz schafft neue Räume Krippe in Aschendorfer Kindergarten eingeweiht

Von Jennifer Kemker

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Aschendorf. Am Wochenende ist der Krippenneubau in der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Aschendorf offiziell eingeweiht worden. Den symbolischen Schlüssel übergab Architekt Gerd Janssen an die Leiterin der Kindertagesstätte (Kita), Marianne Schwab.

Auf 186 Quadratmetern wurden zehn neue, helle und freundliche Räume inklusive Technik- und Waschräume geschaffen, die für 15 Krippenkinder nun bereit stehen. Die konfessionsfreie Kita betreut nach Angaben von Schwab mehr als 60 Jungen und Mädchen, die in zwei Regelgruppen und eine Ganztagsgruppe aufgeteilt sind. „Damit sind wir voll besetzt“, so Schwab.

„Darunter betreuen wir auch Kinder, die mehr Zeit und Aufmerksamkeit brauchen“, sagte die Kita-Leiterin. Erstaunlich sei aber, dass jeder noch so kleine Fortschritt bei diesen Mädchen und Jungen beachtenswert sei. „Wir hoffen, dass wir mit der Erweiterung und unserem engagierten Team auch sie zu Glückskindern machen können“, sagte sie. Während der Bauphase waren einige bereits angemeldete Krippenkinder im Amandushaus der katholischen Aschendorfer Kirchengemeinde untergebracht. Diese Lösung war mithilfe der Stadt gefunden worden, nachdem klar geworden war, dass die neue Krippe nicht rechtzeitig fertiggestellt sein würde. Für den Neubau war ein älteres Wohnhaus abgerissen worden. Ursprünglich hatte das Gebäude zu einer Krippe umgebaut werden sollen. Das hatte sich aber aus Kostengründen zerschlagen. Wie die Stadtverwaltung seinerzeit mitteilte, wären die komplette Entkernung des Hauses und der Ausbau teurer geworden als der nun vollzogene Neubau.

Mittlerweile sei es die vierzehnte Krippe, die Architekt Janssen gebaut habe. „An jedem neuen Projekt wachsen wir und lernen immer wieder dazu“, sagte der Westoverledinger. Dieser Standort zeichnet sich nach seinen Worten aber durch die Verbindung des bestehenden Gebäudes mit den neuen Kita-Räumen durch einen Wandelgang aus. Eine weitere Besonderheit sei das Dach, das begrünt worden sei, um die Regenwasserkanalisation zu entlasten. Außerdem haben sie laut Janssen eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen geschaffen, um genug Platz für die Eltern zu haben. Der Kern der DRK-Kita ist in einem Teil der Amandusschule untergebracht.

In seinem Grußwort betonte Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU), dass die Stadt für solche und andere Bildungs- und Entwicklungseinrichtungen erhebliche Summen aufwendet. „Angesicht der schrecklichen Ereignisse in den vergangenen Tagen ist es schön, zu sehen, dass der Zusammenhalt in den Familien noch funktioniert“, sagte Bechtluft im Hinblick auf die Terroranschläge in Paris . Die Familie sei der erste Ort, wo die Kinder Vertrauen erfahren und den Grundstein für ihre Entwicklung legen.

Darüber hinaus informierte der Bürgermeister die Gäste über die Flüchtlingskinder, die im nächsten Jahr zur Erstaufnahme in den ehemaligen ADO-Hallen erwartet werden. „Da die Flüchtlingsfamilien auf der Durchreise sind, werden sie nicht auf die umliegenden Kitas aufgeteilt“, sagte Bechtluft. „Es soll aber eine temporäre Kinderbetreuung in den Hallen eingerichtet werden, damit die Kinder einen strukturierten Tagesablauf erleben.“ Dann sollen die Flüchtlingsfamilien auf ganz Niedersachsen verteilt werden.

(Weiterlesen: Ortsrat sieht große Herausforderung für Aschendorf)

Der DRK-Kreisverband Emsland hat nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Schwendtner vor Jahren die Trägerschaft der Villa Kunterbunt übernommen. Die Jugendpflege und Fürsorge stehe dabei an erster Stelle. „Das ist gerade mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern von besonderem Bedarf, denn die Integration beginnt hier in den Kindergärten“, sagte er. Zudem betonte Schwendtner die Grundidee des DRK, die Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, zu fördern, ohne auf die Religion oder den sozialen Status zu schauen.


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