Spaß am Lernen in den Ferien Nordmetall-Juniorakademie in Papenburg geht zu Ende


Papenburg. Insgesamt 88 Jugendliche aus der Region Weser Ems haben an der Nordmetall-Juniorakademie der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg teilgenommen. Die Acht- bis Zehntklässler aus 37 verschiedenen Gymnasien und Gesamtschulen haben sich acht Tage unter dem Motto „Vielfalt entdecken - Neues schaffen“ mit den Themenfeldern Robotik, Physik, Philosophie, Ökologie, Fotografie, Politik und Kunst beschäftigt.

Die bundesweite Juniorakademie ist nach eigenen Angaben ein Ferienprogramm zur Förderung besonders leistungsfähiger und motivierter Schüler. Für die Teilnahme mussten im Vorfeld besondere Leistungen im schulischen oder außerschulischen Bereich nachgewiesen werden. Laut Angaben der HÖB haben sich 180 Schüler beworben, wobei die Kapazitäten nur für knapp 90 Schüler reichten.

Teilnehmer komponierten eigene Stücke

Die Abschlusspräsentation der Nordmetall-Juniorakademie zeigte die Ergebnisse der Seminartage. Im Kompositionskurs schufen die Schüler eigene Stücke. Mithilfe von Soundprogrammen mischten sie diese Klänge und erhielten Kompositionen aus einer Verschmelzung von elektronischer und akustischer Musik. “Uns war wichtig, die Grenzen der Musik zu erweitern“, sagte die Zehntklässlerin Fabianne Bamberger. Das Umfeld und die Möglichkeiten unterschieden sich ihrer Meinung nach sehr von denen in der Schule.

Neue Sichtweisen auf die Flüchtlingssituation

Der Politikkurs führte ein kurzes Theaterstück über die derzeitig bestehenden Vorurteile gegenüber Flüchtlingen auf. Am vorherigen Tag unterhielten sich die Schüler mit einem syrischen Flüchtling, um sich unter dem Motto „Kein Mensch ist illegal!?“ mit der aktuellen Flüchtlingskrise und deren Hintergründe auseinanderzusetzen. „Während des Gesprächs habe ich andere Sichtweisen dazugewonnen“, erklärte der Akademieteilnehmer Jannis Behnen. Die politische Meinungsbildung über Zuwanderung, Flucht, Asyl und Migration sei angeregt worden.

„Ihr seid die Fachkräfte von morgen“

„Die Akademie lebt vom Engagement der Kursleiter und der Teilnehmer“, verdeutlichte Thomas Südbeck, Leiter der HÖB. Die Schüler befassten sich in ihren Ferien freiwillig mit anspruchsvollen Themen. Südbeck lobte die Neugierde, die die Teilnehmer gezeigt hätten. Die Fachbereichsleiterin für Wirtschaftsförderung im Emsland, Martina Kruse, wies auf die immense Bedeutung der Akademie für die Zukunft der Wirtschaft hin. „Ihr seid die Fachkräfte von morgen“, sagte sie. Die Vertreterin der Landesschulbehörde Martina Westerkamp hielt es für wichtig, dass Schüler ihre Kompetenzen ausweiten können: „Jeder sollte die Möglichkeit haben, sein Potenzial möglichst weit auszuschöpfen“.

Das niedersächsische Kultusministerium und die Stiftung des Arbeitgeberverbands Nordmetall haben die achte Nordmetall-Juniorakademie finanziell gefördert.


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