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25-jährige Bestehen Architekten der Partnerschaft mit Rochefort - Papenburger Förderverein für internationale Begegnungen

Von Michaela Rohe

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Blick in die Chronik: Unser Bild zeigt Christel Kreikenbaum, Vorsitzende des Fördervereins für internationale Begegnungen, mit der Broschüre, die die Stadt Papenburg im Jahr 1998 aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Rochefort herausgegeben hatte. Im Hintergrund Besucher aus Rochefort und Gastgeber aus Papenburg. Foto: Klaus DieckmannBlick in die Chronik: Unser Bild zeigt Christel Kreikenbaum, Vorsitzende des Fördervereins für internationale Begegnungen, mit der Broschüre, die die Stadt Papenburg im Jahr 1998 aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Rochefort herausgegeben hatte. Im Hintergrund Besucher aus Rochefort und Gastgeber aus Papenburg. Foto: Klaus Dieckmann

mm Papenburg. 25 Jahre Förderverein für internationale Begegnungen in Papenburg: Heute feiert der Verein im Rahmen einer Feierstunde sein silbernes Jubiläum. Aus diesem Anlass ist auch eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Rochefort zu Gast, mit der im Jahr 1986 zunächst eine Absichtserklärung und zwei Jahre später dann offiziell eine Partnerschaft besiegelt worden war.

Die Initiative zur Gründung des Fördervereins geht maßgeblich mit auf Dieter Olliges zurück. Anschub dafür leistete ebenfalls der Besuch einer Schulklasse des Papenburger Gymnasiums im Mai 1985 bei einem Gymnasium in Rochefort. Aus diesen Anfängen erwuchsen Beziehungen, die bis heute gepflegt werden. In der französischen Partnerstadt fungiert als Pendant zum hiesigen Förderverein das Comité du Jumelage.

27 Gründungsmitglieder

Die Gründung des Fördervereins für internationale Begegnungen, der im Jahr 1986 von 27 interessierten Bürgern ins Leben gerufen worden war, fußt auch mit auf Bestrebungen der politischen Gremien des Stadtrates, in denen zuvor Überlegungen für eine Städtepartnerschaft diskutiert worden waren. Angedacht war eine Partnerschaft mit einer südenglischen, holländischen oder polnischen Stadt. Insbesondere wegen der Sprachkenntnisse der Schüler wurde eine englische Stadt favorisiert, doch das Interesse fiel auf den Britischen Inseln auf wenig fruchtbaren Boden.

Im Mai 1985 besuchte eine Schulklasse des Papenburger Gymnasiums das Gymnasium in Rochefort sur-Mer. Anlässlich eines Empfanges der Schulklasse im Rathaus durch den Adjoint du Maire, Monsieur Jean-Pierre Geoffroy, kam es auch zu einem Gespräch über eine mögliche kommunale Partnerschaft. Studienrätin Christine Koch regte nach dem Besuch in Frankreich auch bei der Stadt Papenburg an, eine Städtepartnerschaft mit Rochefort zu prüfen. Zunächst stand die Stadt der Idee aufgrund der Entfernung skeptisch gegenüber.

Der Stadtrat beauftragte dann den damaligen Hauptamtsleiter, Stadtoberamtsrat Dieter Olliges, damit, die Möglichkeit von partnerschaftlichen Beziehungen zu erkunden. Er fuhr im August 1985 allein nach Rochefort. Er traf dort auch mit Bürgermeister Jean-Louis Frot zusammen und lernte die Stadt und die Menschen kennen. Olliges war von seinen Erfahrungen beeindruckt, stellte er bei seinem Besuch doch viele Gemeinsamkeiten zwischen Rochefort und der Kanalstadt fest.

Absichtserklärung

Im Oktober des Jahres 1985 folgte ein Treffen mit dem Comité du Jumelage, um über eine Städtepartnerschaft zu sprechen. Begleitet wurde Olliges bei dieser Fahrt von Hans-Ulrich Mengel von der Volkshochschule Papenburg, der als Dolmetscher fungierte. Die Papenburger bekräftigen, dass für eine ernsthafte Städtepartnerschaft die Entfernung und die Sprachunterschiede kein Hindernis seien. Und so wurde am 9. Oktober 1986 die Städtefreundschaft durch die Absichtserklärung bekräftigt. Unterzeichner waren Jean-Louis Frot und der stellvertretende Papenburger Bürgermeister Ulrich Nehe.

Während sich die Kommunen in der Folge bewusst zurückhielten, forcierten der Papenburger Förderverein und das Comité du Jumelage als Architekten der Partnerschaft die freundschaftlichen Beziehungen. Im September 1988 in Papenburg und einen Monat später in Rochfort unterzeichneten dann die führenden Repräsentanten der beiden Städte die offiziellen Partnerschaftsurkunden.

Zurück zur Geschichte des Fördervereins: Bei der Gründungsversammlung wurde Monika Igl zur Vorsitzenden gewählt. In das erste Vorstandsgremium wurden zudem Paul Müller (stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer), Heinz Rolfes (Kassenwart) und Hans-Ulrich Mengel (Beisitzer) berufen. Dieter Olliges fungierte als Vertreter der Stadt.

Vielzahl an Begegnungen

Der intensive Austausch mit Rochefort, den der Förderverein gleich nach seiner Gründung initiierte, füllt bis heute die Städtepartnerschaft mit Leben. Die Vielzahl der Begegnungen zwischen den Bürgern beider Städte hätte auch dazu beigetragen, den europäischen Gedanken zu vertiefen und zu festigen, heißt es seitens des Vorstandes des Fördervereins.

Vorsitzende des Fördervereins ist derzeit Christel Kreikenbaum. Den Vorstand bilden Helmut Hackling (zweiter Vorsitzender), Gertrud Kleinhaus (Kassenwartin), Roswitha Horn (Schriftführerin) sowie als Beisitzer Heinz Rolfes, Siegbert Stakemeier, Christa Bugiel und Wolfgang Thierbach. In den 25 Jahren Vereinsgeschichte leiteten auch Hans-Ulrich Glock, Siegbert Stakemeier und Heinz Rolfes als Vorsitzende die Geschicke des Vereins, der heute 110 Mitglieder zählt.


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