Aktion gegen Todesstrafe Amnesty Papenburg demonstriert auf dem Wochenmarkt

Die Papenburger Amnesty-Gruppe macht mobil. Wie im vergangenen Jahr (im Bild Gerold Siemer (links) von Amnesty Papenburg und Sebastian Bugiel vom Kulturkreis der Stadt) wird auch in diesem Jahr eine Aktion gegen die Todesstrafe durchgeführt. Foto: Stadt PapenburgDie Papenburger Amnesty-Gruppe macht mobil. Wie im vergangenen Jahr (im Bild Gerold Siemer (links) von Amnesty Papenburg und Sebastian Bugiel vom Kulturkreis der Stadt) wird auch in diesem Jahr eine Aktion gegen die Todesstrafe durchgeführt. Foto: Stadt Papenburg

Papenburg. Aus Anlass des 13. Internationalen Tages gegen die Todesstrafe, der am 10. Oktober stattfindet, wird es am Freitag, 9. Oktober, 9.30 bis 13 Uhr eine Aktion der Amnesty-Gruppe Papenburg auf dem Wochenmarkt geben.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentierte nach Aussagen des Sprechers der Papenburger Gruppe, Gerold Siemer, dass im Jahr 2014 die Todesstrafe für Drogendelikte in mindestens zehn Staaten zur Anwendung kam: China, Indonesien, Iran, Malaysia, Saudi-Arabien, Singapur, Sri Lanka, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam. Auch 2015 seien bereits über 240 Menschen hingerichtet worden, deren einziges Vergehen war, Drogen besessen oder damit gehandelt zu haben. „Wir legen in diesem Jahr den Fokus ganz bewusst auf die Todesstrafe bei Drogendelikten, weil im April 2016 eine Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Weltdrogenproblem stattfinden wird“, erklärt Siemer.

Die Papenburger wollen drastisch aufzeigen wie Menschen beispielsweise in Malaysia hingerichtet würden. „Malaysia gibt zwar keine offiziellen Bestätigungen, dass dort Hinrichtungen aufgrund von Drogendelikten stattgefunden haben, aber wir haben Berichte, dass dort Menschen aus diesem Grund hingerichtet wurden und werden“, so Siemer weiter. Weil in Malaysia mittels Strang hingerichtet werde, werden die Papenburger Menschenrechtler einen Galgen aufstellen. Am Aktionsstand wird zudem eine Petition an die Regierung Malaysias ausliegen mit der Forderung , die Todesstrafe wegen Drogendelikten aufzuheben.