Am Gymnasium unterrichtet Griechisches Lehrerehepaar kehrt nach Papenburg zurück

Im Garten ihres Hauses in der Schillerstraße begrüßten Margret und Reinhard Glitsch das Ehepaar Janet und Stelios Papapetrou (Bildmitte). Foto: Hans BrauerIm Garten ihres Hauses in der Schillerstraße begrüßten Margret und Reinhard Glitsch das Ehepaar Janet und Stelios Papapetrou (Bildmitte). Foto: Hans Brauer

Papenburg. Im Kampf gegen den damaligen Lehrermangel unterrichteten sie in den 70er-Jahren am Gymnasium Papenburg, nun sind Janet und Stelios Papapetrou aus Griechenland für einen Besuch bei Freunden in die Fehnstadt zurückgekehrt.

Es war ihnen „eine echte Herzensangelegenheit“. Nicht weniger groß war die Wiedersehensfreude aber auch bei ihren früheren Kollegen am Papenburger Gymnasium, Margret und Reinhard Glitsch: „Der Kontakt ist nach der Rückkehr der Familie Papapetrou nach Griechenland nie abgerissen. Wir hatten über all die Jahre hinweg einen regen Meinungsaustausch“. Stelios und Janet waren von 1972 bis 1980 Lehrer am Gymnasium Papenburg.

Den Weg für ein berufliches Engagement in Papenburg hatte Oberstudiendirektor Dr. Martin Mühmelt geebnet, der vor Übernahme der Schulleitung in Papenburg Ende der 60er-Jahre an der Deutschen Schule in Athen tätig war. Mühmelt nutzte hier seine guten Kontakte zu Kollegen in Athen und bot Lehrern aus Griechenland – vorzugsweise für naturwissenschaftliche Fächer – Jobs in Papenburg an. Nach dem Besuch der Deutschen Schule in Athen und dem Mathematik- beziehungsweise Physikstudium erfüllte Stelios Papapetrou alle Voraussetzungen für eine Tätigkeit am Papenburger Gymnasium. Ehefrau Janet erlernte die deutsche Sprache im Schnellgang. Insgesamt acht Jahre unterrichtete das Ehepaar aus Athen am Gymnasium in Papenburg. Auch als Pensionär ist Stelios Papapetrou heute noch an der Deutschen Schule in Athen tätig.

Begeistert äußern sich die die Pädagogen aus Griechenland auch über den rasanten städtebaulichen Fortschritt in ihrer früheren Gaststadt. „Papenburg hat sich sehr vorteilhaft entwickelt. Den Hauptkanal haben wir beispielsweise kaum wiedererkannt und die Schiffe der Meyer Werft sind weltweit in aller Munde“, loben die Gäste aus Athen.

Nicht ganz so rosig sind die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland. „Wir müssen unbedingt im Euro bleiben. Sonst hat unser Land überhaupt keine Chance, die Zukunft zu meistern“, versichert das Paar mit Blick auf die laufenden Verhandlungen mit der Europäischen Union über ein neues Hilfspaket, mit dem endlich dringend notwendige Reformen im Lande umgesetzt werden müssen.


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