Von Wärtern vergewaltigt Gebürtiger Papenburger im Stasi-Gefängnis gefoltert


Papenburg. Der gebürtige Papenburger Hermann-Josef Kirsch, geborener Deeken, hat als junger Mann 20 Monate in Gefängnissen der Staatssicherheit (Stasi) gesessen. Dort wurde er von den Wärtern geschlagen, gefoltert und vergewaltigt. Nicht nur seine Hände sind heute noch von der Folter gezeichnet, sondern die Geschehnisse haben auch Spuren auf seiner Seele hinterlassen.

Geboren wurde Kirsch am 24. Juli 1948 im Krankenhaus in Papenburg als Sohn von Wilhelm und Maria Deeken. Er wuchs bei seinen Eltern in der Friederikenstraße 72 im Stadtteil Bokel auf und besuchte bis 1963 die Volksschule Aschendorferwegschu

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Folter in Stasi-Gefängnissen

Von Anfang der 1950er Jahre bis 1989 hat das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in allen Bezirken der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Untersuchungshaftanstalten (UHA) betrieben, in denen politische Häftlinge bis zu ihrer Verurteilung festgehalten wurden. Die betroffenen Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen der DDR wie etwa Berlin-Hohenschönhausen, Bautzen II oder Chemnitz berichteten später über Zustände und Verhörpraktiken, die als Folter gewertet wurden. Dazu zählten unter anderem dauerhafte Isolation, Wasserfolter oder auch systematischer Schlafentzug. Teilweise leiden die Opfer noch heute an den Folgen der Foltermethoden. Nach Schätzungen gab es etwa 200000 politische Inhaftierte, die in den Gefängnissen saßen. Ab 1962 hat die Bundesrepublik Deutschland politische Gefangene für Geld oder Waren freigekauft. Diese inoffizielle Transaktion zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird als Häftlingsfreikauf bezeichnet. Zwischen 1964 und 1989 wurden mehr als 30000 politische Häftlinge für etwa 3,5 Milliarden Deutsche Mark freigekauft.

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