Naturphänomene und Stillleben Neue Ausstellung auf Gut Altenkamp in Aschendorf

„Tausend Sterne“ heißt das Bild, das Harry Meyer (links) in Öl auf Leinwand gemalt hat. Durch die neue Ausstellung führte Klaus D. Bode (rechts). Marco Malorny freute sich über eine gelungene Eröffnung. Foto: Anna Schulte„Tausend Sterne“ heißt das Bild, das Harry Meyer (links) in Öl auf Leinwand gemalt hat. Durch die neue Ausstellung führte Klaus D. Bode (rechts). Marco Malorny freute sich über eine gelungene Eröffnung. Foto: Anna Schulte

anns Aschendorf. Die Ausstellung „MalerWelten“ von Harry Meyer ist jetzt auf Gut Altenkamp in Aschendorf eröffnet worden. In Kooperation mit dem Kulturkreis Papenburg und der Bode Galerie & Edition GmbH mit Sitz in Nürnberg, sind 104 Kunstwerke, die einerseits die Natur und ihre Phänomene, und andererseits diverse Stillleben präsentieren, bis zum 18. Oktober zu sehen.

Galerist Klaus D. Bode führte die Gäste bei ihrem ersten Rundgang durch die Ausstellung. „Wenn Harry Meyer eine Landschaft verinnerlicht hat, bringt er sie mithilfe einer expressiven Pinselführung zum Ausdruck“, erklärte Bode und lenkte die Blicke der Gäste auf die beeindruckenden Ölmalereien.

Impulsive Bilder

Ein Hauptmotiv Meyers ist der Landschaftsraum und findet sich beispielsweise in den Werken „Tal“, „Hügel“ und „Feld“ wieder. Er bringt nach der Verinnerlichung eines Motives sein Verständnis durch energiereiche und impulsive Bilder zum Ausdruck, um die bewegte und unter starken Dynamik stehenden Außenwelt widerzuspiegeln. Durch Darstellungen, insbesondere der Jahreszeiten Sommer und Winter, versinnbildlicht der Künstler das ruhelose Leben.

Scheinbar beweglich

„Harry Meyer legt in diesen Landschaften die Veränderlichkeiten frei, welchen die Natur unterworfen ist“, erklärte Bode und verdeutlichte so die Zusammenhänge der Naturgesetze, die Meyer mit seinen Ausstellungsstücken darstellt. Es ginge dabei um die Energie, die sich aus den Gesetzen ergibt und der Natur seine Struktur verleiht. Auffallend sind die intensiven und persönlichen Farbmischungen. „Die Objekte scheinen sich zu bewegen und ihr Eigenleben zu entwickeln“, so der Galerist weiter.

Des Weiteren bietet die Ausstellung zahlreich angefertigte Stillleben, die im Kontrast zu den bewegten Landschaftsbildern stehen. Die Elemente sind auf ein Zentrum hin angeordnet und scheinen dabei aus dem Hintergrund zu ragen. In den Stillleben abgebildet sind zum Beispiel Blumen, die immer wieder neu zusammengefügt werden.

Kunstliebhaber beeindruckt

Meyer wurde bis dato mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen belohnt. Seit 1993 präsentiert der gebürtige Bayer seine Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Asien und Luxemburg sowie in den Sammlungen des Deutschen Bundestages oder den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Marco Malorny, Kulturamtsleiter der Stadt Papenburg, zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Ausstellungseröffnung. „Viele Besucher haben sich sehr lange mit dem Künstler unterhalten, das hat man selten“. Gesprächsstoff bot das Werk „Arboretum“, denn mit einer Breite von 2,10 Metern bei einer Höhe von 40 Zentimetern beeindruckte vor allem dieses die Kunstliebhaber sehr.

Meyers „MalerWelten“ löst die Ausstellung „Paris – Berlin – Wien: Modebilder 1913 bis 1919“ ab. „Die Ausstellung ist gut gelaufen mit zufriedenstellenden Besuchen“, sagte Malorny. Rund 3500 Besucher, darunter viele Schulklassen, hätten die Galerie besucht, die den Wandel der Frauenmode während der Kriegszeit darstellte. Unter den Interessierten seien allerdings mehr Frauen als Männer gewesen, so der Kulturamtsleiter.

Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr. Sonntags finden um 15.30 Uhr öffentliche Führungen statt. Der Eintritt inklusive Führung kostet 6 Euro. Weitere Infos unter Telefon 04962/6505.