Aufkleber, Banner und Spundwände Gartenschau ist Teil des Papenburger Stadtbildes geblieben

Von Dirk Hellmers


Papenburg. Es ist mehr als der neue Stadtpark und die Bahnspange, was von der Landesgartenschau geblieben ist: Ein Dreivierteljahr nach dem Ende der Veranstaltung sind etliche Spuren von Piet und Co. in Papenburg noch vorhanden. Eine wirbt weit über den Köpfen der Fehnstädter für das Großprojekt im Stadtpark – und wird es auch wohl die nächsten drei Jahre tun.

Die Rede ist von dem Banner auf einem Kran an der Alten Werft. Dort steht der im Jahr 2012 angebrachte Schriftzug der Schau immer noch. „Eine Entfernung kommt derzeit nicht in Betracht“, sagt Stadtsprecher Heiko Abbas. Der Grund seien die Kosten, die eine Demontage des Aufklebers mit sich bringen würde. Angebracht hatte ihn damals die Feuerwehr im Auftrag der Durchführungsgesellschaft.

Dass eine Entfernung des großen Aufklebers in drei Jahren überhaupt überlegt wird, begründet der Stadtsprecher mit den Kontrollen an dem Stahlgestell. Die Nächste ist für 2018 geplant. Der Zeitpunkt biete sich für das Entfernen an, da dann eh Arbeiter in luftiger Höhe unterwegs seien.

Aber auch am Boden zeugen noch einige Schaufensterdekorationen von den blumigen Tagen im Sommer 2014. Zu dem Großereignis hatten viele Unternehmer ihre Auslagen mit den bunten, wellenförmigen Aufklebern geschmückt. Die Gründe sind verschieden. „Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, sie zu entfernen“, sagt ein Geschäftsmann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Zudem würde er sich nicht an den Wellen stören, die Erinnerungen an die Großveranstaltung seien schön. Ähnlich lautet auch die Begründung aus einem weiteren Geschäft. Auch im Rathaus hat die Fenster-Deko nicht ausgedient. Laut Abbas soll sie weiterhin dort sichtbar sein.

Erinnerungen an die Möwe Piet sind mittlerweile auch in vielen Kinderzimmern angekommen. Von dem Ladenhüter aus Plüsch hat die Stadt nach dem Ende der Schau mittlerweile rund 17500 Stück unter das Volk gebracht. Piet selbst hatte während des Stadtfestes im Juni seinen bislang letzten öffentlichen Auftritt. Da schlüpfte Organisator Roland Averdung in das Kostüm und zeigte sich überrascht, wie beliebt die Figur noch bei vielen Kindern ist. In dem Kostüm trat er bei einem Bootsrennen auf dem Hauptkanal an.

An den Kanälen der Stadt und auch in vielen Gärten sind weitere Erinnerungsstücke der Landesgartenschau verblieben. Zum Beispiel die Spundwände, die einst kunstvoll bemalt zur größten Galerie im Nordwesten werden sollten. Zu den besten Zeiten des Projektes waren von der Initiatorin Gisela Buss-Schepers 6000 Holzbohlen in Umlauf gebracht worden. Einige davon stehen weiter auf dem Gelände der Gartenschau sowie in der Stadt. Dieses Projekt setzt Buss-Schepers mit ihrem Kunsthaus Haren und Sponsoren fort.