Schließung von Baulücken SPD will Weiterentwicklung des Papenburger Obenendes

Eine konsequente Weiterentwicklung des Struktur- und Entwicklungskonzept für das Obenende fordert die SPD-Fraktion im Papenburger Stadtrat. Auf dem Foto der Turm der Kirche St. Michael. Foto: Dirk HellmersEine konsequente Weiterentwicklung des Struktur- und Entwicklungskonzept für das Obenende fordert die SPD-Fraktion im Papenburger Stadtrat. Auf dem Foto der Turm der Kirche St. Michael. Foto: Dirk Hellmers

Papenburg. Die SPD-Fraktion im Papenburger Stadrat hat angemahnt,das 2005 aufgestellte Struktur- und Entwicklungskonzept 2015 für das Obenende konsequent weiterzuentwickeln. Trotz der angespannten Haushaltslage dürfe die Umgestaltung des Obenender Zentrums nicht auf die lange Bank geschoben werden, so die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung.

Der Splitting sei zwischen Erster und Umländerwiek umgestaltet worden. Die SPD vermisse aber konkrete Vorschläge für die Schließung von Baulücken. Sie spricht sich gegen eine Anbindung des Bolwinsweges an den Kreisel aus und bedauert, dass vom weiteren Ausbau des Splittings bis zum Heimatmuseum Abstand genommen wird. Für sie ist dieser Ausbau zur Abrundung der städtebaulichen Gestaltung des Obenendes aber zwingend notwendig.

Zudem müsse der Ortsteil St. Marien mit rund 2100 Einwohnern in den Struktur- und Entwicklungsplan Obenende besser eingebunden werden. Inzwischen seien dort „erhebliche Infrastruktureinrichtungen zur Daseinsvorsorge entstanden, die die Notwendigkeit besserer Ausnutzung der Anliegergrundstücke für Wohnbebauung“ begründeten. Die Verwaltung sei aufgefordert, Vorschläge zu machen, wie weitere Bebauungspläne den Ortsteil stärken könnten. Wichtig aus der Sicht des Obenender Ratsherrn Ludger Husmann wäre, neue Wohnbereiche zu erschließen, um günstige Grundstücke für junge Familien anbieten zu können.

Die SPD-Fraktion begrüßt die Erweiterung von Erholungsflächen für das Obenende, zum Beispiel den Stadtwald zu einem standortgerechten Mischwald umzuwandeln und zu vergrößern. Sie vermisst jedoch im Bereich Freizeit und Erholung, dass der Baggersee an der der Ersten Wiek nicht berücksichtigt worden sei. Nachdem sich eine Naturschutzlösung mit Badeverbot nicht haben durchsetzen lassen, weil die Bevölkerung den See in Besitz genommen hatte, solle langfristig eine Umwidmung als Badesee mit entsprechender Gestaltung in Angriff genommen werden.

Die SPD werde versuchen, auch zusammen mit der Kaufmannschaft, das Konzept so weiterzuentwickeln,dass das Obenende als bevölkerungsreichster Stadtteil entsprechend seiner Einwohnerzahl bei der Entwicklung von Papenburg berücksichtigt werde.