Dreimonatiges Ausbildungsprogramm Qualifizierung für Migranten in Papenburg erfolgreich

Von Alexandra Ratke

Gitta Connemann ließ sich von Schweißlehrer Thomas Siemers (Dritter von links) und den Teilnehmern das WIG-Schweißen erklären. Mit dabei waren Heinz Jansen und Hermann Schmitz (Fünfter und Sechster von links). Foto: Alexandra RatkeGitta Connemann ließ sich von Schweißlehrer Thomas Siemers (Dritter von links) und den Teilnehmern das WIG-Schweißen erklären. Mit dabei waren Heinz Jansen und Hermann Schmitz (Fünfter und Sechster von links). Foto: Alexandra Ratke

Papenburg. Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum Papenburg (BTZ) hat zusammen mit der Agentur für Arbeit eine Maßnahme für Migranten geschaffen. Bisher hat es zwei Durchgänge dieses Programms gegeben, an dem insgesamt 28 Personen teilgenommen haben. 80 Prozent haben bereits wieder Arbeit gefunden.

Das Programm richtet sich speziell an Migranten aus Südosteuropa, die bereits jahrelang in Deutschland gearbeitet haben. In dem dreimonatigen Ausbildungsprogramm erwerben sie neben fachlichen auch sprachliche Qualifikationen, so Heinz Jansen aus der Organisationsentwicklung des BTZ. Bisher haben 80 Prozent der Absolventen Arbeit in der Metallbranche bekommen. „Wir im Handwerk warten auf die Leute“, sagte Hermann Schmitz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling. „Wir sind in der Verpflichtung zu sehen, dass sie wieder auf den Arbeitsmarkt möchten“, so Schmitz weiter. Der Fachkräftebedarf sei vorhanden. Im Altkreis Aschendorf-Hümmling gebe es 200 freie Arbeitsplätze. Die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaft sprachen sich dafür aus, dass die Absolventen nach der Qualifizierung in kleinen handwerklichen Betrieben arbeiten .

Gitta Connemann zeigte sich von dem Pilotprojekt begeistert und sprach von einer Gewinn-Gewinn-Situation für alle Beteiligten. Die Organisatoren waren sich darin einig, dass das Projekt einen Modellcharakter für andere Regionen besitzt. Jansen resümierte: „Wir haben die Strategie und das Konzept. Jedem, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, stehen die Türen des BTZ offen.“

Ein weiterer Durchgang ist für den kommenden September geplant. Es gibt Überlegungen, das Projekt in Zukunft auch auf anerkannte Flüchtlinge zu erweitern.