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22.07.2015, 17:10 Uhr „NEUBAU IM BESTAND“

Zur Papenburger Seeschleuse: Das Ende der Ungewissheit

Von Gerd Schade


In drei großen Schritten soll die marode Papenburger Seeschleuse neu gebaut werden. Foto: Gerd SchadeIn drei großen Schritten soll die marode Papenburger Seeschleuse neu gebaut werden. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Papenburger Seeschleuse wird neu gebaut – allerdings an ihrem bisherigen Standort und in voraussichtlich drei großen Schritten. Das Konzept passt.

Es ist zwar nicht der erhoffte Komplett-Neubau, aber auch nicht die befürchtete „kleine Lösung“: Mit dem nach intensivem Ringen zwischen Land, Landkreis und Stadt nun vorgestellten „Plan B“ für die Papenburger Seeschleuse können offenbar alle Beteiligten gut leben.

Das Wichtigste ist das Ende der Ungewissheit, was die Zukunft der Schleuse betrifft. Und auch mit der Flickschusterei an dem maroden Bauwerk ist es vorbei – ein wichtiges Signal für die Papenburger Hafenwirtschaft, die mehr ist als „nur“ die Meyer Werft.

Ein Signal in gleich doppelter Hinsicht hat auch die rot-grüne Landesregierung gesendet. Zwar stand Wirtschaftsminister Lies durch seinen vollmundigen Neubauvorschlag vor zwei Jahren auf eine gewisse Art im Wort. Und doch ist das Land keineswegs in der Pflicht, sich finanziell an der Ertüchtigung der Schleuse zu beteiligen. Die Finanzzusage aus dem „rot-grünen“ Hannover ins „schwarze“ Emsland zeigt auch, dass der Minister offenbar sehr wohl trennen kann zwischen den Notwendigkeiten für die Schleuse und seinem Unmut über die Umzugspläne der Werft, die ihre Konzernzentrale nach Luxemburg verlegen will.

Und die Stadt Papenburg? Sie kann bei der Finanzierung ihres Anteils und dem Kosten-Controlling für das Großprojekt derweil beweisen, was sie aus dem Desaster um die Millionen-Mehrkosten für die Landesgartenschau gelernt hat.


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