Veranstaltungshalle entsteht Hanrath investiert in Papenburger Güterbahnhof

Im alten Güterbahnhof sollen künftig unter anderem eine Fahrradstation, eine Veranstaltungshalle und ein Catering-Service entstehen. Foto: Christoph SchillingmannIm alten Güterbahnhof sollen künftig unter anderem eine Fahrradstation, eine Veranstaltungshalle und ein Catering-Service entstehen. Foto: Christoph Schillingmann

Papenburg. Die Papenburger Hanrath-Gruppe will den alten Güterbahnhof für 1,2 Millionen Euro umbauen. Entstehen sollen unter anderem ein Ticketschalter für die Bahn, eine Veranstaltungshalle für bis zu 300 Besucher sowie ein Catering-Service. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2016 vorgesehen.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Herbert Hanrath, erläuterte Mitgliedern des Papenburger Stadtrates, der Verwaltung sowie dem Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp am Donnerstagabend im Rahmen eines „Zukunftsgespräches“ außerdem die Pläne der Gruppe für den Neubau eines Autohauses und der Errichtung einer Tankstelle im Gewerbegebiet am Prüfgelände.

Gebäudecharakter bleibt

„Der Charakter des Güterbahnhofs soll erhalten bleiben“, sagte Hanrath. Das zum Teil denkmalgeschützte Gebäude werde in drei Abschnitte eingeteilt. In dem von der Bahnhofstraße aus gesehenen linken Gebäudeteil ist eine Fahrradstation für Bahnreisende geplant. Zudem würden darin die Papenburger Sicherheitsgesellschaft (PSG) mit einem Patrouillendienst und der Papenburger Automotive Service (PAS) mit einer Kfz-Meisterwerkstatt untergebracht.

Als Dienstleister für die Westfalenbahn, die ab Dezember den Nahverkehr auf der Emslandstrecke übernimmt, wird Hanrath außerdem Fahrkarten verkaufen. Mit der Bahn habe sein Unternehmen einen Vertrag über 15 Jahre abgeschlossen. Mit der Deutschen Bahn, die für den Fernverkehr verantwortlich bleibt, stehe man noch in Verhandlungen.

Der Abschnitt in der Mitte des Güterbahnhofs soll als Veranstaltungsfläche genutzt werden. „In dieser Mehrzweckhalle möchten wir Feiern, Fahrzeugpräsentationen und Oldtimerausstellungen veranstalten“, sagte Hanrath. Gebucht werden könne die Halle beispielsweise für Weihnachts- und Betriebsfeiern. Die Einrichtung einer Disko schloss Hanrath auf Nachfrage kategorisch aus.

Der dritte Gebäudeteil soll abgerissen und wieder aufgebaut werden. „Dort wird ein Catering-Service entstehen.“ In dem Gebäude sollen nach der Inbetriebnahme acht Voll- und zwölf Teilzeitarbeitsplätze entstehen. Zudem seien auf dem Gelände 50 Parkplätze geplant. Die Pläne des Autodienstleisters stießen bei Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) auf volle Zustimmung. „Das ist genau das, was wir uns als Stadt immer gewünscht haben. Dadurch wird das Bahnhofsumfeld deutlich aufgewertet.“

Autohaus und Tankstelle

Auch im Gewerbegebiet am Prüfgelände plant die Hanrath Gruppe zu expandieren. Im ersten Quartal 2016 will der Betrieb ein Autohaus mit dem Schwerpunkt der Marke Kia fertiggestellt haben. Es soll auf der 4000 Quadratmeter großen Fläche neben dem Verkehrsübungsplatz entstehen. „Wir bieten einen freien Handel mit allen Marken an“, sagte Hanrath. Die Kosten für das Bauvorhaben würden bei 1,7 Millionen Euro liegen. Ein Teil des Gebäudes umfasst den geplanten Neubau für die Hanrath-Agentur „Werbewelten Weser-Ems“. (Weiterlesen: Autodienstleister Hanrath expandiert in Papenburg)

Ebenfalls am Prüfgelände wird die Gruppe eine Tankstelle bauen. Gemeinsam mit dem Unternehmen Agravis will der Autodienstleister das Projekt nach eigenen Angaben bis zum Herbst 2015 abgeschlossen haben. Die Investitionshöhe liege bei 440.000 Euro, die sich die beiden Unternehmen teilen würden. Der Fraktionsvorsitzende des Unabhängigen Bürgerforums im Papenburger Stadtrat, Volker Eissing, lobte die Entwicklung der Firmengruppe im Gewerbegebiet am Prüfgelände ausdrücklich. „Es ist einfach genial, was hier in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Das ist exzellent für die ganze Stadt“, sagte Eissing.

Um die Marke „Hanrath Gruppe Security“ im mittleren und südlichen Emsland zu etablieren, schafft das Unternehmen in Heede einen PSG-Außenstandort. „In wenigen Wochen beziehen wir die neue Stelle“, so Hanrath. Angesiedelt werden soll die Außenstelle im Gewerbegebiet Green-Energy-Park an der A 31, wo Hanrath die Planungen für die Errichtung eines Referenzkraftwerkes für Geothermie weiter vorantreibt. „Die wirtschaftliche Kalkulation wollen wir Ende Juli abschließen“, sagte Ideengeber Oliver Kugland. Das nächste Ziel sei, im September das Zentralgebäude für erneuerbare Energien zu eröffnen. (Weiterlesen: Machbarkeitsstudie für Heede erst im Februar fertig)


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