Martin Lutz wechselt Verband Kämmerer weist Vorwurf der Papenburger CDU zurück

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Wehrt sich: Martin Lutz.Wehrt sich: Martin Lutz.

Papenburg. In der Diskussion um das Millionendefizit der Papenburger Landesgartenschau hat der Erste Stadtrat und Kämmerer Martin Lutz (CDU) die Kritik aus den Reihen des CDU-Stadtverbandes Papenburg-Aschendorf zurückgewiesen. Im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte er am Mittwoch zudem, dass er den Verband verlassen habe.

Anlass war Lutz zufolge der Antrag von neun CDU-Mitgliedern, mit dem sie eine außerordentliche Versammlung des Stadtverbandes gefordert hatten. Darin hielten sie es „für angebracht und notwendig, die Parteimitglieder aus erster Hand, über das politische Handeln der Mandatsträger und Wahlbeamten zu informieren“. Damit waren in dem Antrag explizit Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) und Lutz angesprochen.

Der Kämmerer zeigte sich von der Vorgehensweise des Stadtverbandes enttäuscht. Der Mitgliederversammlung am Montagabend im Hotel Hilling, in der es um die politische Aufarbeitung des LGS-Defizits ging, war er ferngeblieben. In seiner Funktion als vom Stadtrat gewählter Beamter beziehungsweise als städtischer Bediensteter könne ihn – unabhängig vom eigenen Parteibuch – keine Partei verpflichten, auf einer ihrer Veranstaltungen zu erscheinen. „Das kann ich nicht akzeptieren“, sagte Lutz. Mit dem Papenburger Stadtverband wolle er nichts mehr zu tun haben. Christdemokrat bleibt der Kämmerer, der nach eigenen Worten seit fast 40 Jahren Parteimitglied ist, dennoch. Wie er auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, ist er inzwischen wieder Mitglied im CDU-Kreisverband Emden. Lutz war vor seinem Amtsantritt in Papenburg vor drei Jahren Erster Stadtrat in Emden.

In der Papenburger CDU-Versammlung hatte Stadtverbandsvorsitzender Burkhard Remmers es „auch als Versäumnis der Verwaltung und insbesondere des Kämmerers bewertet, dass keine Strukturen geschaffen wurden, die das Geschehene ausgeschlossen oder erschwert hätten.“ Auch Vorstandsmitglieder des Landesgartenschau-Fördervereins hatten Lutz kritisiert.


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