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31.05.2015, 16:05 Uhr HILFE FÜR MENSCHEN MIT HIRNSCHÄDEN

Neue Caritas-Werkstatt: Angebot, das benötigt wird

Kommentar von Christoph Schillingmann

CaritasCaritas

Die Caritas im nördlichen Emsland richtet ein neues Angebot für Menschen mit Hirnschäden ein: Das ist gut so.

Dass die Caritas-Werkstätten nördliches Emsland einen eigenen Standort für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen in der ehemaligen Bethlehemschule in Papenburg einrichten, ist mehr als lobenswert.

Das Unternehmen von Geschäftsführer Heinz-Bernhard Mäsker hat erkannt, dass es seinem eigenen Anspruch an einen nicht nur gerechten, sondern auch individuellen Förderbedarf wegen Auslastung der Kapazitäten nicht mehr Rechnung tragen kann. Dass bereits 26 von 40 Plätzen belegt sind, ist ein Zeichen dafür, dass dieses Angebot benötigt wird.

Jährlich erleiden etwa 260000 Menschen in Deutschland eine erworbene Hirnschädigung durch Schlaganfälle oder Verkehrs- und Arbeitsunfälle. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit im Straßenverkehr reicht schon aus, komplett aus dem bisherigen Leben gerissen zu werden und selbst in eine solche Situation zu geraten. Sowohl für einen selbst als auch für die Angehörigen ist das eine sehr schwierige Situation.

Deshalb ist es wichtig und richtig, den Betroffenen ihren Fähigkeiten entsprechend die Möglichkeit zu geben, am Berufsleben teilzunehmen. Eine Aufgabe zu haben, gerade in solch einem Fall, kann überlebenswichtig sein.


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