Auch im Sommer winterliche Straßen Verkehrsübungsplatz in Papenburg freigegeben

Ein Foto für die Chronik und Homepage der Straßenverkehrswacht: Dazu stellten sich die Ehrengäste bei der Eröffnung des neuen Verkehrsübungsplatzes in Papenburg gerne auf. Auf dem Foto (von links) Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Heiner Bartling, Rolf Molzahn, Geschäftsführerin Cornelia Zieseniß (Landesverkehrswacht), Erster Kreisrat Rüdger Reske und Landrat Reinhard Winter. Foto: Jürgen EdenEin Foto für die Chronik und Homepage der Straßenverkehrswacht: Dazu stellten sich die Ehrengäste bei der Eröffnung des neuen Verkehrsübungsplatzes in Papenburg gerne auf. Auf dem Foto (von links) Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Heiner Bartling, Rolf Molzahn, Geschäftsführerin Cornelia Zieseniß (Landesverkehrswacht), Erster Kreisrat Rüdger Reske und Landrat Reinhard Winter. Foto: Jürgen Eden

Papenburg. Nur noch eine längere Bake trennte am Samstag den neuen Verkehrsübungsplatz im ehemaligen Obenender Moor an der Carl-Benz-Straße von der Öffentlichkeit. Während einer kleinen Feierstunde räumten der Vorsitzende der Straßenverkehrswacht Aschendorf-Hümmling, Ralf Molzahn, und zahlreiche Ehrengäste das Hindernis an die Seite.

Rund 300000 Euro wurden investiert. Der Landkreis Emsland beteiligte sich mit 100000 Euro und der Landkreis Leer mit 80000 Euro. Die Stadt brachte ein Grundstück im Wert von 90000 Euro ein. Die restlichen 30000 Euro haben die drei Ortsvereine Aschendorf-Hümmling, Leer und Rhauderfehn mit je 10000 Euro über Darlehen finanziert.

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht, brachte seine Freude zum Ausdruck, dass einerseits ein weißer Fleck im Land verschwinde, wo noch ein derartiger Platz fehlte. Als einzigartig aber bezeichnete er die kreisübergreifende Kooperation der drei Ortsvereine. Denn gemeinsam wollen die ehrenamtlichen Helfer auf dem rund 1,3 Hektar großen und komplett eingezäunten Areal Fahrsicherheitstrainings anbieten. Dazu stehen 6500 Quadratmeter asphaltierte Fläche mit unterschiedlichen Belägen sowie eine Vielzahl an Pylonen zur Verfügung, um unterschiedliche Übungsszenarien mit Brems- und Ausweichmanövern durchführen zu können. „Wir sind hier in der Lage, im Sommer bei Temperaturen von 35 Grad winterliche Straßenverhältnisse zu simulieren“, sagt Fahrsicherheitstrainer Thomas Ludwig. Dazu dient beispielsweise eine speziell beschichtete Fahrbahndecke, die mit kleinen aus der Erde schauenden Wassersprinklern befeuchtet wird.

Landrat Reinhard Winter machte deutlich, dass der Landkreis Emsland besonders die Risikogruppe der 18 bis 24-jährigen Fahrer im Auge habe. Die schweren Verkehrsunfälle dieser Risikogruppe sollen deutlich reduziert werden. Daher stellte der Kreis für das laufende Jahr 60000 Euro in den Haushalt ein. „Damit können wir vergünstigte Fahrsicherheitstrainings für 1200 junge Fahrer mitfinanzieren. Denn die Kosten belaufen sich auf 80 Euro pro Person, wovon 50 Euro der Landkreis trägt.

Als bekennender Golf-GTI-Fahrer outete sich Rüdger Reske, Erster Kreisrat beim Landkreis Leer. Er verwies auf die vielen Wegekreuze am Straßenrand. „Sie erzählen von Jugendlichen, die im Auto ihr Leben verloren haben“, sagte Reske. Die Trainings helfen nach seiner Einschätzung, in brenzligen Situationen richtig und ruhig zu reagieren, Gefahrenquellen aufzuzeigen und die eigenen Grenzen in puncto Fahrzeugbeherrschung einzuschätzen. Er äußerte aber auch die Hoffnung, dass nicht nur Fahranfänger, sondern auch „alte Hasen“ das Angebot nutzen, um etwas dazuzulernen.


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