Musik für Amnesty Benefizkonzert im Papenburger Gymnasium

Alex Jacobowitz bei seinem Auftritt im Gymnasium am Marimbafon. Foto: Jonas BrinkerAlex Jacobowitz bei seinem Auftritt im Gymnasium am Marimbafon. Foto: Jonas Brinker

Papenburg. Unter dem Motto „Occident meets Orient“ sind Musiker unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen bei einem Benefizkonzert im Gymnasium Papenburg aufgetreten. Die Spenden des Abends erhielt die Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI).

„Das ist ein besonderer Abend. Heute soll ein Zeichen für das Verbindende zwischen Kulturen gesetzt werden“, begrüßte Schulleiter Norbert Lamkemeyer die rund 180 Zuschauer in der Aula. Die Achtung der Menschenrechte sei die Basis des menschlichen Zusammenlebens. Deswegen kooperiere die Schule nun erstmals mit der Papenburger AI-Gruppe.

Neben der schuleigenen Big Band und dem Orchester spielten auch vier Gäste am Gymnasium. Neda Taheri aus dem Iran präsentierte traditionelle Stücke des Landes auf der Violine. Ebenfalls klassische, aber auch moderne Klänge, beispielsweise „Yesterday“ von den Beatles, führte der aus Syrien stammende Yousef Tamari am Klavier aus. Mit einer Tombak, einer hölzernen Trommel, faszinierte Mostafa Tehrani das Publikum. Die Tombak ist das klassische Percussioninstrument der persischen Musik. Mit dieser begleitet Tehrani auch die Gymnasiasten Caroline Marty an der Violine und Lennard Farwick an der Klarinette bei mehreren traditionellen Stücken. Höhepunkt des rund zweistündigen Benefizkonzertes waren die Auftritte des Musikers Alex Jacobowitz. Der aus den USA stammende Jude präsentierte Stücke am Marimbafon, einer Art Xylofon in Großformat. In einem kurzen Vortrag über die Geschichte und die Herkunft des Marimbaphons sprach Jacobowitz sich ausdrücklich auch für die Toleranz und den Frieden zwischen verschiedenen Völkern und Religionen aus.

Den Kontakt zu den verschiedenen Künstlern stellte Mostafa Tehrani her, dessen Sohn selbst das Gymnasium besucht. Alex Jacobowitz kam allerdings anders zu seinem Auftritt in Papenburg. „Den habe ich kennengelernt, als er auf der Straße musizierte“, sagte der Organisator des Konzertes und Leiter der Big Band, Hagen Stach. Die begeisterten Zuschauer durften bei einer Zugabe von Orchester und Big Band sogar noch selbst das letzte Stück mit Singen begleiten.