Bug-Sektionen für „Norwegian Escape“ Dockschiff bringt Teile für Ozeanriesen nach Papenburg



Papenburg. Die Papenburger Meyer Werft erwartet am Montagvormittag ein sogenanntes Dockschiff. Passenderweise trägt es den Namen seines Anlaufhafens: „Papenburg“. Geladen hat das 104 Meter lange und 20,5 Meter breite Spezialschiff einen Ponton mit zwei Sektionen für das neue Kreuzfahrtschiff „Norwegian Escape“. Gebaut wurden die Elemente auf der polnischen Werft Stocznia Wisla in Gdansk.

„Bisher kamen die meisten Bauteile für Kreuzfahrtschiffe, die wir zugeliefert bekommen, auf Pontons in einem Schleppverband. Das wird auch weiterhin teilweise so sein, aber mit einem Dockschiff ist die Anlieferung witterungsunabhängiger und termingenauer für uns. Die ,Papenburg´ kommt somit künftig öfter nach Papenburg“, sagte Werftsprecher Günther Kolbe am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Dockschiffe sind vergleichbar mit einem Schwimmdock. Sie können ihren Rumpf unter die Wasseroberfläche absenken, um schwimmende Lasten aufzunehmen. Das Dockschiff „Papenburg“ wird am Montag an einer ausgebaggerten Stelle an der Pier der Meyer Werft festmachen und sich absenken. Sobald der aufgeladene Ponton mit den Schiffsteilen schwimmt und sich auf einer Ebene mit der Kaikante befindet, transportieren Schwertransporter die beiden Sektionen für den Bugteil des Kreuzfahrtschiffes „Norwegian Escape“ zur Weiterverarbeitung in die Baudockhallen.

Die polnische Werft Stocznia Wisla wurde 1992 gegründet und hat sich auf den Bau von Schiffsteilen, voll ausgestatteten Deckhäusern und kompletten Schiffsrümpfen spezialisiert. Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen mit vielen großen Werften in ganz Europa zusammen. So hat Stocznia Wisla beispielsweise schon Schiffssektionen für Containerschiffneubauten der Emder Nordseewerke und verschiedene Elemente für Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft gebaut.

Die nun erwarteten Teile beinhalten die Bugstrahlruder und ein Teil des Bug-Elements für die „Norwegian Escape“. Sie sind zwei von mehr als 70 Blöcken, aus denen das Schiff zusammengesetzt wird. Der 324 Meter lange Luxusliner für die US-Reederei Norwegian Cruise Line wird im Herbst abgeliefert.


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