„Endlich Frieden an der Ems“ Reaktionen zum „Masterplan Ems 2050“

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Mit dem Masterplan Ems 2050 soll sich die Wasserqualität der Ems verbessern, ohne Arbeitsplätze der Werft zu gefährden. Archivfoto: Hermann-Josef MammesMit dem Masterplan Ems 2050 soll sich die Wasserqualität der Ems verbessern, ohne Arbeitsplätze der Werft zu gefährden. Archivfoto: Hermann-Josef Mammes

Papenburg. Nach sechsmonatigen Verhandlungen haben sich Naturschutzverbände, Landkreise, Land, Bund und die Meyer Werft auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Wasserqualität in der Ems geeinigt. Der auf 35 Jahre angelegte Plan sieht umfangreiche Maßnahmen gegen die Verschlickung des Flusses vor. Das sind die Reaktionen in der Region:

Emsland-Landrat Reinhard Winter (CDU): „Für den Landkreis Emsland ist dieser Vertrag insbesondere im Hinblick auf die Meyer Werft zu begrüßen. Wir wollten feste Pflöcke einschlagen, um die Standortsicherung für die Werft zu gewährleisten. Das ist uns gelungen. Die Werft hat eine unumstritten hohe strukturpolitische Bedeutung für den Standort Papenburg und für die gesamte Region. Gleichzeitig wird der Anspruch, die Ems als Naturraum zu erhalten, erfüllt. Insofern stehen wir voll hinter dem Vertrag.“

Gemeinsame Stellungnahme der SPD-AbgeordnetenHanne Modder (Landtag), Markus Paschke (Bundestag), Matthias Groote (Europarlament): „Der Masterplan Ems ist der Schlüssel zur Versöhnung von Wirtschaft und Umwelt. Der gebeutelte Fluss wird umweltgerecht saniert, Tausende von Arbeitsplätzen auf der Meyer Werft und in den Häfen Papenburg und Leer bleiben erhalten. Das Land Niedersachsen, die Landkreise Leer und Emsland, die Stadt Emden, die Umweltverbände BUND, Nabu und WWF, die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sowie die Meyer Werft ziehen an einem Strang, damit ein großer Wurf gelingt, der ein Ziel hat: endlich Frieden an der Ems.“

Jens Gieseke; CDU-Europaabgeordneter: „Wirtschaft und Umwelt müssen und können an der Ems Hand in Hand gehen. Das muss jetzt auch die Kommission des Europaparlamentes sehen. Sie darf den Akteuren vor Ort nun keine weiteren Steine in den Weg legen.“

Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU): „Das ist ein richtiger Schritt. Die Überführung der Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft muss sichergestellt werden.“ Die Bemühungen, dieses im Einklang mit den Anforderungen des Naturschutzes umzusetzen, seien darum zu unterstützen. „Hier kann es nur miteinander gehen. Wir freuen uns, dass ein grundlegender Rahmenvertrag zu dieser Problematik ausgearbeitet wird.“

Ostfriesland-Landrat Bernhard Bramlage (SPD):

Der Landrat sagte, dass der Vertrag aufgrund seiner Laufzeit nachhaltige Auswirkungen auf die Kreisentwicklung haben werde. Das werde er den Gremien im Einzelnen erläutern. In die abschließende Bewertung und Entscheidung des Verhandlungsergebnisses durch den Kreistag müssten diese Auswirkungen zweifellos einfließen. Der Kreistag müsse den Vertrag noch beschließen.


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