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Unfall Autofahrer stirbt nach Sturz in Papenburger Kanal



Papenburg. Der Autofahrer, der am frühen Donnerstagmorgen mit seinem Wagen in den Hauptkanal stürzte, ist verstorben. Das teilte das Krankenhaus in Oldenburg am Donnerstagvormittag mit. Wie die Polizei wenige Stunden nach dem Unglück weiter mitteilte, besteht der Verdacht, dass der 26-Jährige unter Alkoholeinfluss stand.

Der Mann war gegen 1 Uhr mit seinem Auto, einem Seat mit EL-Kennzeichen, an der Ecke Hauptkanal rechts/Rathausstraße in den Hauptkanal gestürzt. Er konnte sich nicht selbst aus seinem Wagen befreien und wurde erst 45 Minuten später von Tauchern der Freiwilligen Feuerwehr aus dem vollständig im Wasser versunkenen Fahrzeug geborgen. Notärzte versuchten vor Ort, denn Mann zu reanimieren. Dann wurde der 26-Jährige mit einem Rettungswagen in eine Klinik nach Oldenburg gebracht. (Weiterlesen: In Papenburg sind häufig Autos in Kanäle gestürzt - eine Chronik der jüngeren Vorfälle.)

Nach ersten Informationen der Polizei hörte ein Anwohner etwa eine Stunde nach Mitternacht einen lauten Knall. Als er aus dem Fenster schaute, sah er, wie ein Auto das Geländer zum Kanal durchbrochen hatte und in dem Gewässer versank. Der Hauptkanal, der an dieser Stelle unmittelbar an die Volkshochschule grenzt, wird dort von einer kleinen Schleuse aufgestaut und ist etwa drei Meter tief.

Kurze Zeit später trafen die alarmierte Polizei und die Papenburger Feuerwehr mit Tauchern am Unfallort ein. Nachdem der Fahrer geborgen war, wurde das Auto von einem Kran des herbeigerufenen Kranunternehmen Gertzen aus Kluse aus dem Wasser gezogen. Die Feuerwehr befürchtete zunächst, dass sich noch weitere Personen in dem Auto befinden könnten, so Stadtbrandmeister Josef Pieper. Das bestätigte sich allerdings nicht.

Die Polizei ging nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war und dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben könnte. Fest steht, dass der Wagen auf der Rathausstraße in Richtung Hauptkanal nach links von der Fahrbahn abkam, einen hohen Bordstein überfuhr und einen Baum streifte, bevor er das Absperrgitter der Schleusenkammer durchbrach, die nach Angaben der Polizei neun Meter breit und 16 Meter lang ist.

Da zudem der Verdacht bestand, dass der Autofahrer unter Alkoholeinwirkung gestanden haben könnte, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.


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