Gespräch im Rathaus geplant Ems-Center steht vor Parkplatzfrage

Die Parkplatzfrage des geplanten Ems-Center-Umbaus wird die Stadtverwaltung im Januar beschäftigen. Foto: Dirk HellmersDie Parkplatzfrage des geplanten Ems-Center-Umbaus wird die Stadtverwaltung im Januar beschäftigen. Foto: Dirk Hellmers

Papenburg. Die Umbaupläne für das Papenburger Ems-Center sind offensichtlich fertig. Zur geplanten Vorstellung im Rathaus ist es vor Weihnachten allerdings doch nicht gekommen. Stattdessen will der neue Eigentümer, die Hamburger Firma Procom Invest, den Umbau im Januar mit der Stadtverwaltung besprechen.

„In den Planungen sind wir ein Stück vorangekommen“, erklärt Procom-Invest-Geschäftsführer Holger Jürgens auf Nachfrage. Die fertigen Pläne würden „gerade vom Architekten zu Papier gebracht“.

Schlüsselfrage

Der bevorstehende Neujahrsbesuch im Rathaus dürfte für den Hamburger Investor mehr als nur eine Frage der Höflichkeit sein. Nach Informationen unserer Zeitung wird das Parkplatz-Thema zu einer der Schlüsselfragen des Center-Umbaus. In diesem Punkt ist Procom Invest sehr wahrscheinlich auf das Entgegenkommen der Verwaltung angewiesen. Denn die Zahl der Autostell-plätze auf dem Center-Gelände dürfte künftig deutlich schrumpfen. Die Pläne sehen vor, das Parkhaus komplett abzureißen. Schließlich benötigt das neue Ems-Center mehr Platz in der Fläche. Die gesamte Immobilie soll ebenerdig werden. Außerdem sollen auf dem Gelände entlang des Deverweges neue Gebäude für Geschäfte errichtet werden. Das obere Geschoss des Ems-Centers soll abgetragen werden, weil „ dieses Gebäude nicht mehr dem heutigen Einkaufsverhalten entspricht “, sagt Holger Jürgens. Der real-Supermarkt werde demnach ebenfalls ebenerdig vergrößert.

Kompromiss mit der Stadt

Bei der Parkplatz-Verhandlung mit der Stadt dürfte für den Geschäftsführer von Procom Invest ein Fall in unmittelbarer Nachbarschaft des Ems-Centers von großem Interesse sein. Dort stand bis vor wenigen Tagen ein abgebranntes Mietshaus. Der Eigentümer-Familie Polak war es gelungen, mit der Stadt einen Parkplatz-Kompromiss zu erzielen. Die Stadt hatte Polaks zunächst für den geplanten Neubau zur Auflage gemacht, 22 zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Nachdem die Eigentümer-Familie angekündigt hatte, die Brandruine stehen zu lassen, wenn die Stadt kein Entgegenkommen zeigen sollte, ist es im Sommer nach mehr als zwei Jahren zur Einigung gekommen. Inna Polak lobt mittlerweile das „sachorientierte“ Vorgehen der Stadt. In der Verwaltung will man sich zu diesem Thema nicht mehr äußern. Was die zerstrittenen Parteien zusammengeführt hat, bleibt unklar.


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